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Im Erdkundeunterricht haben wir uns mit dem Thema Klimawandel auseinandergesetzt und uns angeschaut, welche Folgen er für unsere und die darauffolgenden Generationen hat. Das Thema hat uns alle sehr interessiert. Um dieses Thema mit etwas Besonderem abzuschließen, fuhren wir zu einem dreitägigen Ausflug nach Bremerhaven, um dort das Klimahaus 8° Ost zu besuchen, und unsere Fragen, welche wir nicht im Unterricht klären konnten, einer Expertin im Gespräch persönlich zu stellen.

Donnerstag 17.01.19

Am Donnerstagmorgen sind wir, die beiden Erdkundekurse der E-Phase von Hr. Deurer und Fr. Kalabis, nach Bremerhaven zu einer Exkursion gefahren. Um 9:30 Uhr haben wir uns am Marburger Hauptbahnhof getroffen, um von dort mit dem Zug (da dies umweltfreundlicher ist als mit dem Bus) nach Bremerhaven zu fahren. Wir kamen gegen 14:30 Uhr in unserer Unterkunft an.
Dort eingetroffen, bekamen wir einige Infos über unsere Unterkunft und über den weiteren Verlauf der nächsten Tage. Dann brachten unser Gepäck in die Zimmer, hatten etwas Zeit, um die Koffer auszupacken und uns etwas Wärmeres anzuziehen, da es am Hafen doch sehr windig und kalt war. Am Abend sind wir zurück in die Stadt und machten eine kleine Besichtigung durch Bremerhaven. Leider konnte man den Rundgang nicht ganz so genießen, da es stark regnete und sogar ein bisschen schneite, trotzdem konnten wir bereits eine Menge sehen, unter anderem einen großen Teil des Hafens und die Wesermündung. Des Weiteren konnten wir das Klimahaus beleuchtet erleben. Damit wir dann aber nicht allzu durchnässt herumliefen, sind wir in die zwei großen Einkaufszentren direkt am Hafen gegangen, das Columbus und das Mediterraneo. Das Columbus ist ein klassisches Einkaufszentrum mit allen möglichen Läden und Geschäften. Das Mediterraneo dagegen war aufgebaut wie eine kleine Passage aus Italien oder Spanien und mit kleineren Läden gefüllt. In seiner Mitte gab es einen großen Brunnen, welcher super in die Atmosphäre dort passte. Nach dem Rundgang am Hafen hatten wir dann etwas Freizeit. Die meisten Schüler sind essen gegangen und haben sich in den warmen Einkaufszentren aufgehalten. Danach sind wir zurück in die Unterkunft gefahren.

Freitag 18.01.19

Nach dem Frühstück verließen wir die Jugendherberge und nahmen den Bus um 9.30 Uhr in Richtung Klimahaus Bremerhaven. Weil wir tagsüber das Klimahaus nicht verlassen durften, hatten wir die Möglichkeit, uns bei einem Bäcker Verpflegung zu besorgen. Das Klimahaus 8° Ost führt den Besucher durch verschiedene Klimazonen auf den achten Längengrad. Es gibt warme, kalte, nasse, trockene und milde Räume, die auch mit lebendigen Tieren und mit Pflanzen ausgestattet sind. Die Form des Klimahauses erinnert an die eines Bootes. Im Klimahaus angekommen, standen wir in einem großen Eingangsbereich mit vielen Treppen und Brücken, die in großer Höhe quer durch den großen Saal führten. Nachdem wir die Drehkreuze passiert und Jacken und Rucksäcke abgegeben hatten, verließen wir den großen Eingangsbereich und setzten uns in einen (schon vorbereiteten) Halbkreis aus Stühlen, um ein Expertengespräch mit Dr. Susanne Nawrath zu führen. Zunächst hielt sie einen Vortrag über den Temperaturanstieg der Erde, das Schmelzen des Eises in der Arktis und der Schweiz und die Folgen des Klimawandels. Anschließend durften wir ihr die Fragen, die wir im Unterricht nicht beantworten konnten, stellen.
Nach dem Expertengespräch war es Zeit, die Ausstellung zu besichtigen. Auf der Reise rund um die Welt auf dem achten Längengrad war die erste Station die Schweiz. Der Rhone-Gletscher, der sein ganzes Eis verloren hat, wurde dargestellt. IMG 5626
Die Reise führt den Besucher daraufhin nach Sizilien, wo eine zunehmende Waldbrandgefahr besteht und es auch schon einige Waldbrände gegeben hat. In der Station Afrika (Niger) gibt es einen großen, wohltemperierten Saal, an dessen Decke eine große Leinwand hing, der einen Film über Berber zeigte. Kleine Nebenräume mit Alltagsgegenständen, die die Berber brauchen, gab es auch. Auch auf Nuklearabfälle in Afrika wurde aufmerksam gemacht. Tropisch wurde es im Ausstellungsbereich über Kamerun. Viele lebendige Tiere waren in Aquarien und Terrarien zu sehen, wie zum Beispiel Fische. Über eine Seilbrücke konnte man den See mit Fischen auch überqueren. Es gab auch ein Labyrinth, welches sehr dunkel war. Es herrschte eine hohe Luftfeuchtigkeit, es regnete und Pflanzen waren an den Wänden angebracht. 

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Die Antarktis bestand aus einem Raum, in dem mit Lichtern, Schnee, Eis, Wind und einem Zelt eine Expedition dargestellt wurde. 

Auch einige Ausrüstungsgegenstände, die man auf einer solchen Expedition nicht vermissen sollte, waren ausgestellt. Die Unterwasserwelt von Samoa wurde durch Salzwasseraquarien dargestellt, die mit zahlreichen Fischen bestückt waren. Man konnte sich in eine Ausbuchtung in einem Aquarium sogar hineinlegen. Zuvor lief man jedoch über einen Sandstrand, eine Treppe hinunter, ins Meer hinein. Dort war man dann umgeben von Wasser und Fischen. IMG 5646
Ein schmaler, dunkler Raum, an dessen Decken und Wänden viele Lichter hingen, die die Sterne am Himmel darstellen sollten, bat für einige Besucher die Möglichkeit, sich bei langsamer Musik auf ein paar Bänke zu legen und gegebenenfalls dort abzuschalten. Abgerundet wurde der Raum mit einem Sonnenaufgang, der an die hintere Wand des Raumes gemalt wurde. Der schmale Steg, auf dem man lief, war gekrümmt, sodass man sozusagen dem Sonnenaufgang entgegen durch die Nacht laufen konnte. Die letzte Station war auf Langeoog in der Nordsee, die von Ebbe und Flut geprägt ist. Man konnte sich in einen Strandkorb setzen, eine von Wasser umgebene Insel betreten und selbst kleine Experimente zum Bau eines Deiches durchführen. Währenddessen ertönte auf einmal ein sehr lauter Alarm, der alle Besucher aufforderte, unverzüglich das Gebäude wegen technischer Störungen, zu verlassen. Draußen stand bereits ein Streifenwagen. Aus der Ferne waren Feuerwehrfahrzeuge zu hören. Frierenden unter den Besuchern wurden Rettungsdecken verteilt und wer vorher noch kein Essen gekauft hatte, hatte die Möglichkeit, sich noch etwas zu besorgen. Ausgelöst wurde der Feueralarm durch einen Notschalter. Wer diesen betätigte, konnte nicht geklärt werden. Nach der Mittagspause hatten wir nochmal die Möglichkeit, in die Ausstellung zu gehen.IMG 5620

Nach dem Besuch im Klimahaus hatten wir in der Jugendherberge noch zu Abend gegessen und konnten den Abend im Gemeinschaftsraum bei Tischtennis, Billard und Tischkicker ausklingen lassen.

Samstag 19.01.19

Nachdem wir am Samstagmorgen mit dem Frühstück fertig waren, mussten wir um 9:00 Uhr unsere Zimmer übergeben. Als wir die Jugendherberge verlassen haben, sind wir zum Bus gelaufen und um 9:30 Uhr das letzte Mal zum Klimahaus gefahren, wobei es manchmal, aufgrund der Größe unserer Gruppe, zu Platzmangel kam, dennoch gab es keine größeren Probleme. Bei kaltem Wetter und mit unserem Gepäck machten wir uns auf den Weg zu der Aussichtsplattform Sail City, doch nach langer Suche des Eingangs mussten wir feststellen, dass diese wegen Vereisung nicht geöffnet hatte. Anschließend hatten wir die letzten Stunden zur freien Verfügung. Zum Abschluss haben wir ein Gruppenfoto gemacht und sind anschließend zum Bremerhavener Hauptbahnhof gefahren. Noch im Bahnhof wurden wir von unseren Lehrern zu einer Abfrage unserer Meinung bezüglich der Exkursion, der Jugendherberge und den Aktivitäten befragt, welche überwiegend positiv ausgefallen sind. Während unserer Zugfahrt mussten wir vier Mal umsteigen und sind nach ca. sechs Stunden, um 19:33 Uhr, am Marburger Hauptbahnhof angekommen.
Abschließend kann man sagen, dass uns die Exkursion sehr viel Spaß gemacht hat. Im Klimahaus ist uns bewusst geworden, wie wichtig es ist, etwas gegen die Klimaerwärmung zu tun, da sonst Katastrophen passieren, wie zum Beispiel, dass Eiskappen schmelzen und der Meeresspiegel ansteigt. Durch die gute Darstellung im Klimahaus sind wir motivierter geworden, etwas umweltbewusster in die Welt zu gehen, denn unsere Erde soll uns weiterhin lange und gut erhalten bleiben, damit auch die nachfolgenden Generationen noch etwas von ihr haben. Doch ob uns das wirklich gelingt, werden wir erst sehen, wenn wir genug dafür tun.

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