Tag 1

20 Kisomachi SchuelerInnen aus allen Klassenstufen (Forms) und 20 SchuelerInnen aus Gladenbach warten gespannt auf den Beginn des Workcamps.
Das Einstiegsspiel zielt auf die Meinung aller SchuelerInnen zu den Menschenrechten.
Zufallsgruppen, jeweils paarweise erpuzzelt, arbeiten am ersten Tag an Texten zu ausgewaehlten Menschenrechten.


Tag 2 und 3

Neigungsgruppen, die sich mit Musik, Wallpainting oder Theater beschaeftigen, bilden sich.
So entstehen eine Auffuehrung des Liedes „ Die Gedanken sind frei“ in einer deutschen, englischen und einer Suaheli-Version.

An der Wand im Innenhof der Schule entstehen bunte Umrisse von Menschen, die fuer grundsaetzliche Menschenrechte wie Education, Tolerance, Liberty, Equality etc. demonstrieren.

Parallel entwickelt die Theatergruppe ein Theaterstueck einer Demonstration, bei denen eine Gruppe ueber Gender Equality und eine weitere Gruppe ueber Education Rights diskutiert. Die Beitraege werden von Liedern und Plakaten untermalt.

Die Zusammenarbeit zwischen den Gladenbacher und den Kisomachi-SchuelerInnen gelingt gut, mit Eifer sind alle dabei.
Sowohl im Praxis als auch im Theorieteil arbeiten die Lehrer der Kisomachi Secondary School Hand in Hand mit den deutschen Kollegen. Auf der 25-Jahr-Feier werden die Ergebnisse praesentiert und gewuerdigt. Es beeindruckt das gesamte Publikum, „Die Gedanken sind frei“ in den drei Sprachen zu hoeren und auch die lauten Jugendstimmen fuer das Recht auf Education und Gender Equality begeistern die zuschauenden Lehrer und Schueler beider Schulen.

 

Day 1

20 students from Kisomachi Secondary School, two students of each form, and 20 students from the Europaschule Gladenbach eagerly wait for the beginning of our Workcamp on Human Rights.
We start with a game focusing on the students` opinion on some basic human rights. With help of a puzzle the pairs form random groups for discussion on selected texts.


Day 2 and 3

The students form three groups according to their interests: music, wall painting and theatre.
The music group works on the song Thoughts are free which the students unitedly rehearse in German, English and Swahili.
The painting group chose a wall in the courtyard on which they painted colorful silhouettes of people demonstrating for basic human rights like Education, Tolerance, Liberty, Equality etc.
The theatre group invents a creative play in which people demonstrate for and discuss about Gender Equality and Education. They include songs and posters to support their play.

The German and Tanzanian students cooperate well and are very creative. The Tanzanian and German teachers work hand in hand.

In the evening during the celebration of the 25th anniversary of our partnership the song and the play are successfully presented and the students and teachers of both schools are excited about the results.

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Mit unserem gelaendetauglichen Toyota Bus besuchten wir am Morgen des 25.09. die Organisation KEDA (Kilimanjaro Environmental Developing Association). Pascal Sabbas und Mr. Shiring gehoeren zu den Gruendungsmitgliedern, die seit 1992 mit 62 Kleinbauern und einigen Umweltexperten dem Klimawandel am Kilimanjaro begegnen. Die Nicht-Regierungsorganisation KEDA sieht es seidem als ihre Mission, die Situation der Kleinbauern durch verschiedene Massnahmen zu verbessern. Dazu zaehlen unter anderem Hilfe bei der Bienenhaltung, der Schweinezucht, Aufforstung, Huehnerhaltung, Milchziegenhaltung und IT-Schulungen.

Seit einigen Jahren wird KEDA durch die Universitaet Sheffield in England unterstuetzt. Man kann z.B. auch ein Voluntariat bei KEDA absolvieren. Emmanuel, der seit einigen Jahren IT-Mitarbeiter bei KEDA ist, sorgt fuer die Vernetzung mit der Universitaet.

Im Anschluss an den Vortrag ueber die Organisation und ein leckeres, zweites Fruehstueck z.B. mit Teigtaschen, besichtigten wir das Milchziegenprojekt und eine Baumschule bei einer aelteren Witwe und ihren Enkeln. Das Projekt verlaeuft folgendermassen:
KEDA stellt der Witwe eine Ziege zur Verfuegung, deren Nachkommen dann an beduerftige Nachbarn weitergegeben werden. Beeindruckt hat uns dabei vor allem die Hilfe zur Selbsthilfe. Durch einfache landwirtschaftliche Methoden wird den Menschen eine bessere Lebenssituation ermoeglicht, die auch unter den Bedingungen des Klimawandels zukunftsfaehig ist.

Tag7

Nach unserem Fruehstueck um 8 Uhr brachen wir zu unserem Ausflug in den Regenwald “Rau Forest” auf. Dieser erstreckt sih ueber eine Flaeche von 15 Kilometern im Sueden Moshis. Nachdem wir von seinem satten Gruen in Empfang genommen wurden, trafen wir auch sogleich auf seine ersten Bewohner: verschiedene Kaefer, giftige Spinnen, Heuschrecken und sogar auf einen Affen, welcher unseren Weg kreuzte, was nicht verwunderlich ist, da der “Rau Forest” dafuer bekannt ist, zwei Affenarten zu beheimaten. Naemlich die Black & White Colubus Monkeys und die Blue Monkeys. Ebenso augenfaellig waren die zahlreichen Schmetterlinge, die um uns herumflogen und in den buntesten Farben schimmerten.

Unsere gesamte Wanderung wurde zudem vom herrlichen Gesang der einheimischen Voegel begleitet.

Das buchstaebliche “Highlight” unseres Ausflugs war der “Milicia excelsa”. Mit einer Hoehe von 51 m zaehlt er zu den hoechsten und aeltesten Baeumen Ostafrikas. Die Rinde des Baumes wird heute noch oft als Heilmittel verwendet.
Im Anschluss daran machten wir einen Abstecher in ein nahgelegenes Reisfeld. Spaeter trafen wir auf dem Rueckweg zu unserem Shuttlebus auf mehrere traditionell afrikanisch gekleidete Einheimische, welche – wie sich spaeter herausstellte – auf dem Weg zu einer Beerdigung im “Rau Forest” waren. Dies ist keine Seltenheit, da der Regenwald oftmals fuer Rituale und Zeremonien der umliegenden Dorfbewohner genutzt wird. Merkwuerdigerweise begegneten wir jedoch keinen der fuer den Regenwald eigentlich typischen Eichhoernchen.

Abschliessend laesst sich der Vormittag im Regenwald jedoch als ein eindrucksvolles und unvergessliches Abenteuer festhalten.

 

We started our journey to the RAU-Forest at 8am after breakfast. This rainforest situated in the south of Moshi has got an area of about 15 square kilometers. As we entered the deep green forest, we were immediately welcomed by its inhabitants: poisonous spiders, bugs, grasshoppers, and monkeys, namely Black & White Colubus Monkeys and Blue Monkeys who are very common here. Our whole journey was accompanied by twittering birds and colorful butterflies.

The highlight of our excursion was the walk to the “Milicia excelsa”, a tree with the height of 51 meters, which belongs to one of the highest and oldest trees in East Africa. Nowadays people from the surrounding villages still use the bark of the tree to heal diseases. We also visited a typical rice field.

On our way back a lot of villagers in traditional clothes crossed our way and we found out that they were on their way to a funeral in the RAU-Forest. The people still hold on to their old rituals and ceremonies.

Finally we can say that our safari to the rainforest was impressive and unforgettable adventure

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Einer der vielen Stämme in Tansania ist der Stamm der Massai. Sie leben im Süden Kenias und im Norden Tansanias. Man vermutet, dass rund eine Million Menschen diesem Stamm angehören. Sie führen eine halbnomadische Lebensweise und verdienen ihren Unterhalt mit Viehhandel und dem Verkauf von Schmuck und Tierprodukten.

Man vermutet, dass es die Massai schon seit dem 15. Jahrhundert gibt und sie seitdem im Osten Afrikas leben. Im 19. Jahrhundert wurde das Bild des kriegerischen Massai etabliert, da sie in dieser Zeit viele Landstriche einnahmen und andere Voelker vertrieben. Sie übten Raubzüge auf Karawanen aus und bedrohten die ansässige Bevölkerung.

Die Massai litten stark unter der Kolonialherrschaft, der Rinderpest und Hungersnöten, wodurch sie viel Einfluss verloren haben.

Ein durchschnittlicher Massai lebt in einer Hütte aus Lehm und Kuhdung, verbringt aber viel Zeit außerhalb der eigenen vier Wände. Sie treiben ihre Herden, welche gleichzeitig ihren sozialen Status und ihr Prestige darstellen, durch die trockenen Gebiete Tansanias, um Wasserquellen für die Tiere zu finden. Ein „guter“ Massai besitzt etwa 50 Rinder und teilt diese meist in kleinere Herden auf, welche oft von anderen Familienmitgliedern geführt werden.

Die Massai verfolgen eine eigene Religion mit dem Fokus auf dem Gott „Engai“, welcher als Schöpfer dargestellt wird. Ihrer Ansicht nach hat ihr Gott ihnen alle Rinder dieser Welt überlassen, weshalb sie viel Wert auf die eigenen Herden legen. Daher sehen sie alle anderen Rinderbesitzer als „Viehdiebe“ an, was ihnen selbst auch erlaubt, diesen ihre Rinder gewaltsam zu nehmen. Dies war früher oft ein Grund für kriegerische Auseinandersetzungen.

Die Massai sprechen eine eigene Sprache, welche „Maa“ genannt wird. Dennoch verfügen die meisten Massai auch über Wissen in Englisch und Swahili, wodurch sie sich auch im Land verständigen können.

Man führt bei den Massai ein polygames Leben, bei welchem die Anzahl der Frauen im Verhältnis zur Anzahl der Rinder steht. Zudem darf ein Massai-Mann einen anderen in seiner Altersgruppe darum bitten, mit dessen Frau zu nächtigen. Dies abzulehnen wird als unhöflich empfunden. Frauen haben bei den Massai kein Mitspracherecht. Es wird immer über sie hinweg entschieden. Ebenso wird bei den Massai die Beschneidung und die weibliche Genitalverstümmelung praktiziert.

Die typische Kleidung eines Massai besteht aus einem rot-schwarz karierten Mantel, welcher den gesamten Körper bedeckt. Zudem tragen sie einen hölzernen Stock, welcher ebenfalls ihren sozialen Status ausdrückt. Je geschmückter der Stock ist, desto höher ist der eigene Rang im Stamm. Die Massai-Frauen tragen viel Schmuck, welcher in ihrem Leben eine wichtige Rolle einnimmt.

Es gibt viele verschiedene Zeremonien bei den Massai, welche auch heute noch praktiziert werden. Das Töten eines Löwen, um eine Frau haben zu dürfen, ist jedoch weitestgehend abgeschafft. Ebenso trinken die Massai oft Rinderblut, welches auch häufig der Nahrung beigemischt wird. Dieses nennt man „saroi“.

Heutzutage gibt es viele Massai, die in Städten leben und Smartphones besitzen. Diese sind unauffällig und nehmen am normalen, sozialen Leben teil. Wenn sie zu ihren Familien zurückkehren können sie aber ebenso das typische Massai-Leben wieder aufnehmen und fügen sich in ihren Stamm ein.

Wir sind auf dem Weg nach Rundugai und zum Ngorongro-Krater durch Massaigebiet gefahren und sind vielen mit ihren Herden und auf Märkten begegnet.

Nach dem gemeinsamen Frühstück machten wir uns um 7:30 auf den Weg zu unserer zweiten Safari, die im Ngorongoro-Krater stattfand. Der Ngorongoro-Krater ist durch einen Vulkanausbruch entstanden und misst heute einen Durchmesser von 16 km. Er ist kein Nationalpark, wie Tarangiere, sondern ein “Conservation Area”, da hier nicht nur Tiere, sondern auch Massai in geschütztem Raum leben.

After finishing our breakfast, we left the Karatu Sisters at 7:30am to start our second Safari in the Ngorongoro Crater. The Ngorongoro Crater  was formed when a large volcano exploded and then collapsed. Nowadays, the crater has a diameter of 16km. Unlike Tarangire, Ngorongoro is not a Nationalpark but a “Conversation Area” since not only animals but also Massai live here side by side in a protected area.


Bereits der Hinweg knüpfte an die abenteuerliche Jeeptour des vorherigen Tages an. Als wir schliesslich am Eingang des Kraters ankamen, konnten wir es kaum erwarten, die Dächer der Jeeps zu öffnen und uns auf unsere Sitze zu stellen, um den Ausblick zu geniessen.

The jeeptour on the way to the crater was as adventurous as it had been the day before. When we finally reached the entrance of the crater,  we could barely wait to open the roof, stand on our seats and enjoy the phenomenal view.


Schon die Einfahrt in den Krater raubte uns den Atem, da man von den steilen Serpentienen aus bereits einen wunderbaren Blick auf das Areal des Kraters hatte. Diese Begeisterung liess auch nach dem Sichten der ersten Tiere nicht nach – im Gegenteil. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Von Zebras über Gnus, bis hin zu Büffeln und Elefanten, nichts blieb uns vorenthalten. Auch Hyänen, Gazellen, Warzenschweine und sogar mehrere Löwen bekamen wir zu Gesicht. Selbst die Jagd einer Hyäne auf eine Gazelle konnten wir hautnah miterleben. Lediglich der heissersehnte Anblick eines Nashorns blieb uns verwehrt. Nicht zu vergessen ist die Mittagspause, welche wir mit der wunderschönen  Sicht auf einen See voller Flusspferde und unseren Lunchpaketen verbringen durften.

Driving into the crater already took our breaths away, as you had a wonderful view of the crater while descending through steep serpentines. We were amazed right from the beginning: We saw zebras, gnus, buffalos as well as elephants. There have also been hyena, gazelles, warthogs and even several lions. In fact, we could even witness a hyena chasing a small gazelle.  Our lunchbreak was also unforgettable: we had a beautiful view of the lake full of hippos and enjoyed our lunch packages.


Nach weiteren zwei Stunden der Kratererkundung stand uns nun die Ausfahrt aus dem Krater bevor, welche die Einfahrt im Hinblick auf die Aussicht und die Umgebung noch einmal übertreffen sollte. Noch während wir diese atemberaubende Aussicht geniessen durften, wurde uns bewusst, dass sich das, was wir an diesem Tag gesehen und erlebt haben, nicht in Worte fassen lässt. Ein riesiges Dankeschön gilt ausserdem unseren tollen Rangern, die uns sicher und mit viel Humor durch unsere zweitägige Safari führten.

After exploring the crater for two more hours we started climbing out of the crater. The ascent with its views and surroundings was even more beautiful than the descent. While enjoying the beauty of it, we realized that it is nearly impossible to describe the experiences we've made on this day. We'd also like to thank our amazing rangers who guided us safely and with a lot of humor through our safari.

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Frühmorgens haben wir uns mit den Jeeps auf den Weg zum Tarangiere Nationalpark gemacht. Auf der Strecke zum Nationalpark sind wir durch Massaigebiet gefahren und haben dort viel Massai mit ihren Tierherden umherziehen sehen.

Early in the morning we took our Jeeps and drove to the Tarangire Nationalpark. On our way we drove through a Massai region and saw many Massai wandering around with their huge lifestock.


Nach knapp vierstündiger Fahrt kamen wir im Tarangiere Nationalpark an. Der Park ist 2850m² gross und liegt im Norden Tansanias, südwestlich von Arusha, der zweitgrössten Stadt Tansanias. Durch den Park fliesst der Tarangire-Fluss, sodass in der Trockenzeit von Juli bis Oktober viele Tiere im Park zu finden sind.  Direkt zu Beginn haben wir schon an einem Wasserloch viele Tiere gesehen, unter anderem Zebras, Giraffen und Gazellen. Auch Elefanten haben wir direkt gesehen, was nicht unbedingt überraschend ist, da  der Tarangiere Nationalpark für seine grosse Anzahl an Elefanten berühmt ist.

After about four hours of driving we finally reached the Tarangire Nationalpark. The national park covers a region of about 2850 squarekilometers and is located in Northern Tanzania, southwest of Arusha, the second biggest city in Tanzania. The Tarangire River goes all the way through the park which is why many animals migrate through the park during the dry season between July and October. Right at the beginning we passed a big waterhole where we could see our first animals: zebras, giraffes and gazelles. We even saw our first herd of elephants- which is actually hardly surprising since the Tarangire Nationalpark is also famous for its huge elephant population.


Auf der weiteren Safari konnten wir noch viele andere Tiere beobachten. Die meisten von ihnen sahen wir aus nächster Nähe– zum Beispiel einen Strauss, der um unseren Jeep gerannt ist und ein Elefant, der direkt vor unserem Jeep die Strasse überquerte.

While continuing our drive we saw many more, different animals. Some of them even were really close – one ostrich ran around our jeep and an elephant walked across the street right in front of us.


Unsere Mittagspause verbrachten wir dann auf einer Aussichtsplattform, von welcher man weit über den Nationalpark blicken konnte. Allerdings musste man aufpassen, dass die Affen einem nicht das Essen aus der Hand klauten.

We spent our lunchbreak on a platform from which we had a beautiful view of the Tarangire river and the national park.  However, we had to watch out for the monkeys running around and trying to steal the tourist's food.

 

Ein absolutes Highlight unserer Tour waren zwei Löwinnen, die direkt neben der Strasse ein Nickerchen gemacht haben.
Am späten Nachmittag haben wir uns dann auf den Weg zu den Karatu Sisters begeben, welche uns herzlich aufgenommen haben.

One of our highlights of the tour were two lionesses that were sleeping right next to the street.  Later in the afternoon we drove to the Karatu sisters who warmly welcomed us.

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Am Freitag, den 20.09. sind wir nachmittags, nachdem wir morgens im Cancer Care Centre waren, mit Mrs. Riziki, einer Lehrerin unserer Partnerschule, auf den Second Hand Market gegangen, der direkt in Soweto, dem Stadtteil von Moshi, in dem wir momentan leben, liegt. Hauptsächlich wurden dort aussortierte Schuhe und Kleidung aus Europa verkauft, aber auch Kleidung aus China aus erster Hand,  Essen und Elektronik konnten wir finden.

On Friday, September 20th, Mrs. Riziki, one of the teachers of our partnerschool, took us to the Second Hand Market here in Soweto, the district of Moshi we are currently staying at. At the market they mostly sell sorted out shoes and clothes from Europa, but also first hand clothes from China as well as some food and electronics.


Der Markt bestand aus verschiedenen Holzverschlägen mit Wellblechdächern. Befestigte Wege oder Beschriftungen zur Orientierung gab es nicht, genausowenig wie einen Mittelpunkt, da die Stände sehr verschachtelt und nah beeinander standen. Insgesamt war alles sehr eng, es herrschte aber trotzdem eine gewisse Ordnung durch die Aneinanderreihung der Stände.

The market consists of many wooden sheds with corrugated iron roofs. There are no paved ways or signs to help you to find your way around. There is also no real centre there just seems to be one booth next to the other. Overall, everything is really narrow and crowded, but due to the linear outline of the booths there seems to be at least some kind of order.


Der Markt wird vor allem von Tansanern besuche, die die alte Kleidung aus Europa bei den Händlern kaufen. Diese Kleidung entstammt zumeist unseren Altkleidersammlungen und wird dann in Entwicklungsländern, wie auch Tansania, von Grosshändlern, die die europäische Kleidung günstig aufkaufen, verkauft. Dies ist jedoch vor allem für die lokalen Händler und Schneider von grossem Nachteil, da diese nicht diesselben niedrigen Preise bieten können und dadurch ihre Kunden verlieren.

The market is mostly visited by Tanzanians who buy the old clothes from Europe from the traders working there. Most of the clothes are taken from our clothing drives and are then sold in developing countries such as Tanzania by wholesalers, that cheaply buy the European clothes. However, this system creates severe problems for the local traders and tailors as they cannot compete with the cheap prices and therefore loose many of their customers.

 

In der Zeitschrift „Der Stern“ haben wir einen interessanten Bericht entdeckt, der das Leben eines Togoers namens Amah Ayivi beschreibt, der versucht, diesem Konzept entgegenzuwirken.
Ayivi kauft auf Second Hand Märkten in Lomé, in Togo, Bestände auf und verschifft diese nach Paris, um sie dort in seinem Showroom der neu geöffneten Pop-up-Boutique wieder nach Europa zu verkaufen. Ayivi hat mittlerweile mehrere Scouts angestellt, die auf Second Hand Märkten nach ausgewählten Artikeln, z.B. im Vintage-Stil, für wenig Geld suchen. Nach dem Kauf werden sie vor Ort aufgearbeitet, gewaschen und Löcher sowie fehlende Taschen werden repariert, wodurch die lokalen Schneider unterstützt werden.

We recently found an interesting article in the magazine „Der Stern“  which describes the life of Amah Ayivi, who tries to solve this issue in his own way. Ayvivi was born in Togo and nowadays lives in Europe. Yet, he buys clothes on second hand markets in Lomé, Togo, and brings them back to Paris, where he sales the clothes in the showroom of his newly-opened Pop-up-Boutique. Today, Ayivi even employs own scouts in Togo who visit the second hand markets looking for assorted but still cheap clothes, e.g. in vintage style.  Before the clothes are brought back to Europe, they are cleaned and refurbished  in Togo. Since it is done in Togo itself the local tailors are supported by the project as they get fairly paid for their work.


Dass die Artikel eigentlich für Bedürftige gedacht sind, interessiert die Kunden häufig wenig und somit wird der Hype um die upgecyclte Kleidung in die Höhe getrieben. Ayivi hat durch sein Geschäftsmodell eine Marktlücke entdeckt, womit er gleichzeitig den Markt entlastet und Kleidung aufwertet, sodass im Sinne der Nachhaltigkeit aus alt neu gemacht wird, ohne dass es einer neuen Produktion bedarf. Jedoch hat das Modell auch seine Tücken, wie man beispielsweise daran sieht, dass die Produkte die gespendet wurden über viele Umwege wieder an die gleichen Menschen geraten, die sie einst aussortierten. Damit ist eine hohe Umweltbelastung aufgrund der Transportwege verbunden.

Many of Ayvivi's European customers don't really care about the fact that the clothes were originally meant for less fortunate people, which is why the hype for upcycled clothes is trending. Ayvivi has found a market niche with his business idea which takes pressure off the market and which upgrades old clothes making it a sustainable concept. Yet, his business model also has flaws: the clothes thrown away in Europe take many detours before being used by European Customers again which leads to economic pollution due to the long transportation.

Am Vormittag des 20.9. haben wir das KCMC (Kilimanjaro Christian Medical Centre) in Moshi besucht. Das KCMC ist das grösste und beste Universitätsklinikum in Nordtansania mit vielen beschäftigten Ärzten aus dem Ausland. Darunter auch Dr. med. Oliver Henke, welchen wir persönlich kennenlernen durften und welcher uns einen Einblick in seine Tätigkeiten als Onkologe, die Arbeit im Cancer Care Centre (CCC) und die Schwierigkeiten, die kulturelle Unterschiede mit sich bringen, ermöglichte.

Dr. med. Oliver Henke entschied sich 2016 seinem Leben in Deutschland den Rücken zu kehren und gemeinsam mit seiner Frau und seinen drei Söhnen nach Tansania auszuwandern, um dort zu helfen. Ärzte wie Dr. Henke werden über Organisationen wie “Mission Eine Welt” in Entwicklungsländer geschickt und von weiteren Organisationen wie “Brot für die Welt” finanziell unterstützt.

Die Arbeit im CCC ist ein drei Säulen unterteilt:

  1. Vorsorge und frühzeitige Diagnose
  2. Krebsbehandlung und
  3. Palliativmedizin.

Derzeit wird das CCC von nur zwei ausländischen Fachärzten, zu denen auch Dr. Henke zählt, geleitet. Da momentan die stationären Patienten, die im CCC behandelt werden, in der Chirugie untergebracht sind, ist ein Gebäude für stationäre Krebspatienten in Bau. Desweiteren ist ein Hostel in Planung, damit dort Familienmitglieder während der Behandlung ihrer Angehörigen unterkommen können, da viele Patienten von weit her anreisen und die Chemotherapie eine langwierige und intensive Behandlungsmethode ist.

Die am häufigsten vorkommenden Krebserkrankungen in Tansania sind Gebärmutterhalskrebs bei Frauen und Prostatakrebs bei Männern, da diese durch virale Infektionen entstehen können. Zwar gibt es in Tansania insgesamt weniger Krebserkrankungen als in Deutschland, jedoch ist bei 80% der Erkrankten bereits das dritte oder vierte Stadium erreicht. Dies liegt unter anderem daran, dass die Menschen die frühen Anzeichen nicht erkennen und oftmals zuerst zu ihren lokalen Heilern gehen und falsch diagnostiziert werden.

Etwa 57% der Patienten sterben aufgrund der zu späten Diagnose. Um dieses Problem zu beheben, gibt es sogenannte PrevA Camps, bei denen die Bevölkerung über verschiedene Krebsarten und deren Erkennung aufgeklärt wird.

Mit weitere Unterstützung und vielen helfenden Händen kann eine bessere medizinische Versorgung gewährleistet werden!

Europaschule Gladenbach

Dr.-Berthold-Leinweber-Str. 1
35075 Gladenbach

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