Montag 21.09.15

Um 8.45 Uhr hatten wir uns an der Schule getroffen und auf den Bus gewartet. Wir sind pünktlich um 9:10 Uhr abgefahren und die Busfahrt hat 1h gedauert.
Als wir an der „Burg Hessenstein“ angekommen sind, haben wir die Zimmer eingerichtet und Betten bezogen. Das war ganz schön schwer! Bis zum Mittagessen hatten wir Freizeit.
Das Essen in der Jugendherberge bekommen wir immer in Buffetform serviert, so dass sich jeder nehmen kann, was und wie viel er mag. Wir treffen uns dafür immer in unserem eigenen Speise- und Aufenthaltsraum: Er heißt Feenstube. Heute gab es Nudeln mit Bolognesesoße und eine vegetarische Soße. Als Salatbuffet wurde Kopfsalat, Mais, Gurken und Tomaten angeboten. Zum Nachtisch gab es einen Ki-Ba-Quark. Es blieb zwar viel übrig, aber es hat uns allen sehr gut geschmeckt!
Um 13:30 Uhr haben wir uns im Innenhof getroffen, um das Gelände zu erkunden und abzusprechen, wo wir uns alleine aufhalten dürfen. Zum Kletterbereich dürfen wir in Kleingruppen alleine hingehen, aber wir müssen uns dafür ab- und später wieder anmelden. Fußball dürfen wir auf dem Bolzplatz spielen. Dafür muss man einen steilen Weg um die Jugendherberge gehen. Der Rasenplatz war heute ziemlich schlammig.
Danach haben wir mit Loskarten sechs 3er-Team gezogen und ein tolles Spiel gespielt, namens „Das Burgspiel“. Wir haben ein Blatt mit 30 Fragen bekommen, die wir bis zum Abendessen beantworten sollten.

Nach dem Abendessen fand die erste Zimmerkontrolle statt. Es gibt immer Punkte für Ordnung, Miteinander und Nachtruhe.
Um 19:30 Uhr haben wir uns nochmal in der Feenstube für unser Abendprogramm getroffen und die Preisverleihung für das Burgspiel bekommen. Alle Gruppen haben super zusammengearbeitet und viele Fragen richtig beantwortet.
Eigentlich hatten wir noch einen Fledermausabend gebucht. Leider musste dieser ausfallen. Dafür haben wir uns dann spontan auf dem Hof getroffen und noch Gummitwist mit der ganzen Klasse gespielt. Ab 20:45 Uhr startete dann unsere Nachtwanderung. Wir sind mit Taschenlampen einen Weg am Waldrand in der Nähe der Jugendherberge abgelaufen.
Gegen 21:30 Uhr sind wir dann hoch in unseren Flur in der 3. Etage. Alle mussten sich bettfertig machen. Die erste Nacht in der ungewohnten Umgebung war ganz schön kritisch. Es hat lange gedauert bis wir alle zur Ruhe kamen und zum Teil mussten wir uns gegenseitig trösten, da einige von uns ein wenig Heimweh oder Bauchweh bekommen haben. Spät in der Nacht sind dann, nach Vorlesegeschichten, Phantasiereisen und tröstenden Gesprächen alle eingeschlafen.... auch wenn das erste Zimmer bereits ab 5:45 Uhr wieder wach war.

von Sevkan, Phil, Jan, Louis und Aidan

 


 

Dienstag, 22.09.2015

Nach unserem Frühstück hat sich jeder ein Lunchpaket schmieren müssen, da heute unser langer Ausflugstag startet. Schon um 9 Uhr wurden wir abgeholt und sind mit dem Bus ca. 45 Minuten gefahren. Wir sind beim Wildpark angekommen und haben den Spielplatz vor dem Wildparkeingang gesehen. Er war schön und groß und wir durften kurz spielen. Dann sind wir losgegangen und haben süße Eichhörnchen, Meerschweinchen und Hasen gesehen. Als nächstes haben wir die Wildschweine besichtigt. Dann haben wir die Rehe gesehen, sie haben sich streicheln lassen. Wir haben danach ganz viele Vögel gesehen, die lustig und süß aussahen. Der Höhepunkt unseres Besuches war die Greifvögel-Show. Nach der Show haben wir die Luchs- und Wolffütterung gesehen. Später sind wir dann gegangen und mussten uns ein bisschen beeilen, da wir pünktlich um 12:35 Uhr an der Ost-Anlegestelle sein mussten. Leider konnten wir keine Mittagszeit auf dem schönen Spielplatz machen. Auf dem Weg zur Anlegestelle des Schiffes hat es dann angefangen zu regnen und immer mal wieder gab es mal eine kurze Regenpause.

Wir sind mit einem Schiff gefahren – von der Ederseestaumauer nach Waldeck. Es war cool. Auf dem Schiff haben wir dreimal den Sitzplatz gewechselt. Uns hat es oben an Deck am besten gefallen, aber wegen dem Regenwetter mussten wir später wieder runter unter Deck.
Wir waren dann auf einem anderen Spielplatz und im Park der Sinne. Dort konnten wir uns lange austoben, klettern und spielen. Dann sind wir vom Park der Sinne mit der Gondel zum Schloss Waldeck gefahren. Wir sind immer zu zweit in einer Kabine gefahren. Die Fahrt hat nicht lange gedauert. Und es hat immer noch geregnet. Es war aufregend.

Wir haben das Schloss Waldeck besichtigt. Der Jochen hat uns viele gefährliche Sachen gezeigt. Es gab auch viele tolle Sachen. Er hat uns einen Brunnen gezeigt, der 120 Meter tief war. Er wurde von zwei Gefangenen gebaut. Sie haben zwanzig Jahre gebraucht, jedes Jahr haben sie sechs Meter geschafft. Sie mussten viele Meter Felsen weghauen. Während der gesamten Bauzeit haben sie im Brunnen gelebt, es war nie richtig hell. Als sie den Brunnen nach zwanzig Jahren fertig gebaut hatten, gab der Graf ihnen die Freiheit, so wie er es versprochen hatte. Der eine erblindete, als er Tageslicht sah. Er war so viel Helligkeit nicht mehr gewohnt. Der andere fand es so aufregend, dass er seine Freiheit wieder hatte, dass er einen Herzanfall bekam, als er nach oben gezogen wurde. Bevor der Brunnen gebaut wurde, mussten Gefangene als Strafmaßnahme das Wasser aus dem Ort hoch holen. Sie hatten vierzig Kilo schwere Ketten an den Beinen und mussten so schwere Fässer auf einem Karren den Berg hoch schieben.
Jochen hat uns erklärt, wie im Mittelalter Gefangene behandelt wurden. Das beschreiben wir hier aber nicht genauer, das war teilweise sehr grausam. Er hat uns auch gezeigt, wie früher an Frauen ausprobiert wurde, ob sie eine Hexe waren.
Zum Schluss sind wir noch im Museumsshop einkaufen gewesen. Dann sind wir, teilweise ziemlich durchgefroren, weil es heute so viel geregnet hatte, mit dem Bus zur Jugendherberge zurück gefahren.

In der Jugendherberge angekommen, sind die ersten von uns unter die Dusche gegangen. Wir haben in unserem Flur insgesamt nur 2 Duschen, so dass wir uns immer absprechen müssen, wer wann geht. Ein paar Mädels sind dann gleich zu zweit in eine Duschkabine.#
Da wir ja heute ein Lunchpaket bekommen haben, gab es für uns dafür abends ein warmes Abendessen: Fleischkäse, Kartoffelbrei, Erbsen und Möhren. Klar auch wieder unser Salatbuffet und anschließend Nachtisch.

Im Laufe des Abends haben wir es dann alle geschafft zu duschen. Heute startete unser Abendprogramm erst um 20 Uhr. Wir haben unsere Socken und Mäppchen mit in die Feenstube genommen und angefangen unsere Sockenpuppen zu basteln. Alles haben wir aber noch nicht geschafft. Aber jeder hat sein Maul vorbereitet: dafür brauchten wir Pappe, Filz und Pfeifenputzer. Die Haare aus Wolle haben wir auch noch abends vorbereitet. Nach 1 ½ h basteln waren wir komplett ko. Alle sind leise und schnell nach oben gegangen. Im Bad waren allen schnell fertig und die zwei Jungenzimmer lagen komplett Bettfertig schon um 22 Uhr schlafbereit und ruhig in ihren Betten. Es gab eine kurze Gute-Nacht Runde und jeder hat gesagt, was ihm heute besonders gut gefallen hat. Die Mädels wünschten sich noch eine Gute-Nacht-Vorlesegeschichte und sind durch die beruhigende ruhige Vorlesestimme schnell eingeschlafen. Ab 22:20 Uhr bis zum Ende der Nachtruhe um 7:00 Uhr haben alle durchgeschlafen.

Weil wir vom Tagesprogramm so ko waren, haben wir gemeinsam entschieden, die morgige Wanderung abzusagen und dafür unser eigenes Programm und freie Zeit für den Mittwoch einzuplanen.

Von: Tim, Tim Niklas, Rene, Oscar und Finn

 


 

Mittwoch, den 23.09.2015

Heute haben wir gut und lange geschlafen und kamen gerade noch einigermaßen pünktlich zum Frühstück. Nach der morgendlichen Zimmerkontrolle haben wir dann in der Feenstube unsere Sockenpuppen fertig gebastelt. Und die sehen alle lustig aus. Wir brauchten eine Socke, weiße Augen aus Styroporkugeln, die wir farbig mit Filzstiften angemalt haben. Und, na klar, unsere Haare von gestern Abend und die Filzmäuler. Manche von uns haben sogar noch Hüte gebastelt. Leider müssen wir für die letzten Mahlzeiten unseren Speisesaal wechseln, d.h. ab mittags sind wir in der „Keltenquelle“. Der Raum ist größer und noch eine andere Klasse ist dabei. Dadurch ist es viel lauter als sonst. Wir haben ausgemacht, dass wir jetzt immer 20 Minuten später mit dem Essen starten – vermutlich sind die anderen dann schon fast fertig. Aber die „Feenstube“ dürfen wir weiter als Gruppenraum behalten. Nach dem Essen hat dann eine kleine Gruppe angefangen, alles für die Disco vorzubereiten – Tische und Stühle an die Wände schieben, kehren, Luftballons aufblasen, Tanz einstudieren, Sockenpuppenvorführung auf Mananana.

Nach der Mittagspause startet unser Programmpunkt „Geologie zum Anfassen“. Dafür sind wir mit den beiden Ausrüstungskoffern zum Steinbruch gegangen. Zum Glück hat das Wetter mitgespielt. Mit Schutzbrillen und Schmiedehämmern konnten wir auf die Suche nach Fossilien gehen. Die häufigste und am besten erkennbare Fossilie im Steinbruch an der Jugendherberge Hessenstein ist die Poseidonmuschel. Sie ist eine typische Versteinerung des vor über 330 Millionen Jahren aus Meeresablagerungen entstandenen Tonschiefers im heutigen Kellerwaldgebiet. Mit den Hämmern kann man die Gesteinsschichten des Tonschiefers leicht aufklopfen und Fossilien untersuchen. Manche von uns haben Katzengold gefunden. Wir haben so viel und lange gehämmert, dass einige von uns Blasen bekommen haben.Ungefähr sieben Kinder haben eine Poseidonmuschel gefunden. Einige wollten gar nicht mehr aufhören zu suchen, obwohl es später angefangen zu regnen. Beim Hämmern kam ein Feuersalamander aus seinem Loch gekrochen. Jeder wollte ihn ansehen. Nach 2 h sind wir wieder alle in der Jugendherberge gewesen.

Bis zum Abendessen haben wir noch einige Tänze geübt und Spiele für die Disco überlegt. Nach dem Abendessen und der Zimmerkontrolle ging es los: Die DJ`s haben die CD`s sortiert und ausgesucht. Am Anfang haben sich nur wenige auf die Tanzfläche gewagt. Doch sowohl die Lieder Macarena und Barbie als auch unsere Vortänzer haben die Tanzlust bei allen aus der Klasse geweckt. Ein ausgelostes Partnertanzen lockerte die Stimmung endgültig auf. Beim Zeitungstanzen und abschließendem Luftballontanzen haben alle mitgemacht. Die Zeit verging wie im Fluge und leider mussten wir die Disco dann gegen 21:45 Uhr beenden, damit wir rechtzeitig zur Nachtruhe in den Zimmern waren und im Bett liegen.

Von Laura, Ilayda, Nele, Inga, Mia und Elisa