Tag 1 - Montag

Am Montag, den 08.10.2012, begann um kurz nach acht Uhr unsere Reise nach Büsum. Aufgeteilt auf drei Busse verbrachten wir acht Stunden „on the Road“ mit insgesamt zwei Stopps. In der Jugendherberge angekommen, konnten wir endlich unsere Zimmer einrichten. Nach dem ersten Abendessen starteten wir unser Programm mit einem kleinen Rundgang durch Büsum. Dabei sahen wir viele Dinge, wie z.B. den Hafen, einen Leuchtturm (leuchtend, da es bereits dunkel war), Schiffe, den Deich, den Strand und das Piratenmeer. Am Strand konnten wir aufgrund der Ebbe sogar einen kleinen Schritt ins Watt wagen. Bevor wir uns bettfertig machten, erhielten wir Infos über den Folgetag. Doch da wir an diesem Tag viel im Bus gesessen haben, brauchten wir einen Moment länger, bis uns die Müdigkeit zum Schlafen bewegte.

Tag 2 - Dienstag

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Wir standen früh auf, denn schon um 8:45 Uhr gingen wir alle zum Hafen um mit dem Krabbenkutter MS Hauke eine Fangfahrt zu erleben. Im Hafenbereich war die Fahrt noch angenehm, hinter der Schleuse wurden die Wellen stärker, so dass der Kutter stark zu schaukeln begann und regelmäßig Wasser auf Deck spritzte. Einigen von uns ging es dabei nicht so gut. Endlich am Fanggebiet angekommen, senkten wir das Tempo und ließen die Netze ins Wasser. Von hier an war die Fahrt gemütlicher. 30 Minuten dauerte es, bis wir die Netze wieder einholten. Viele Krabben waren dabei, aber auch Beifang wie Krebse, Flundern und Seenadeln. Nachdem der Fang sortiert wurde, wurden die Krabben gereinigt und anschließend in heißem Wasser gekocht. Die Fischer zeigten uns danach, wie man die Krabben pullt. Trotz vieler Fehlversuche, gelang es uns genug zu Essen. Es schmeckte allen gut. Als wir wieder im Hafen waren, konnten wir die Zeit bis zum Mittagessen in der Stadt verbringen.

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Nach der Mittagspause gingen wir zur Ausstellung Blanker Hans, die sich direkt neben der Jugendherberge befindet. Der Einstieg dieser Ausstellung war eine Nachstellung der Sturmflut des Jahres 1969. Eine nette Frau begrüßte uns und führte uns in ihre Kneipe. Hier erfuhren wir aus den Nachrichten, dass ein Sturm drohte. Die Lampen begannen zu flackern, wir flüchteten auf den Speicher der Wirtschaft. Auch dort waren wir nicht sicher, weshalb wir in Rettungskapseln evakuiert wurden. So gelangten wir in die Ausstellung, die sehr interessant war und in einem Piratenschiff endete. Den übrigen Abend verbrachten wir in der Jugendherberge mit Spielen.

Tag 3 – Mittwoch

Am Mittwoch morgen gingen wir in das Erlebnisbad „Piratenmeer“, das direkt am Deich ist. Herr Lohr begleitete uns hierbei als Aufsichtsperson - vielen Dank dafür! Danach konnten wir uns erneut in Gruppen in der Stadt bewegen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen gingen wir mit Larissa ins Watt, was uns sehr viel Spaß bereitete. Hier machten wir ein Experiment mit Miesmuscheln und eines mit Strandschnecken, gruben Wattwürmer aus, sahen Pissmuscheln, Quallen und gingen durch Priele. Hierbei verloren wir Stiefel und zum Teil unseren Halt, weswegen einige von uns die Wattwanderung barfuß beendeten. Insgesamt sahen wir nach der Wattwanderung aus wie Säue, weswegen wir zunächst zur Jugendherberge zurück gingen. Nachdem wir wieder frisch waren, ging es weiter mit der Stadtralley. Nun mussten wir viele Dinge über Büsum herausfinden, wie z.B. das Übersetzen eines plattdeutschen Textes ins Hochdeutsche oder das Schreiben eines eigenen Gedichts.

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Direkt danach gingen wir zum Abendessen und bereiteten uns auf das bevorstehende Abendprogramm vor: „Zugvogelspiel“. Bei diesem Spiel ging es um den Alpenstrandläufer. Hier waren wir die Spielfiguren auf einem riesigem Spielbrettboden. Jeder hatte einen Würfel und konnte sich so über das Spielbrett bewegen und mussten bestimmte Aufgaben erledigen. Da 70% der Vögel diese weite Strecke leider nicht überleben, haben es auch einige von uns nicht geschafft ins Ziel zu kommen. Danach waren wir sehr müde und tanzten und spielten noch ein wenig zusammen.

Tag 4 - Donnerstag

An diesem Tag stand zunächst der Besuch des Multimar-Wattforums auf dem Plan. Dort konnten wir viele Bewohner des Watts und der Meere sehen und bestaunen, aber auch genauer kennenlernen. Nach einer Führung und dem eigenständigem Gang durch die Ausstellung, durften wir im Labor experimentieren. Hier beobachteten wir die Bewegungen von Seesternen und durften das Verhalten von Muscheln unter dem Mikroskop genauer betrachten.

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Von dort aus fuhren wir nach St. Peter-Ording in den Westküstenpark, wo es viele Tiere zu sehen gab. Höhepunkt war die Robbenshow um 16:00 Uhr. Diese war sehr interessant. Auf dem Rückweg zur Jugendherberge machten wir Halt am Eidersperrwerk, dessen Größe uns sehr beeindruckte.

Leider mussten wir bereits an diesem Abend mit dem Packen der Koffer und dem Reinigen der Zimmer beginnen, wobei es uns umso mehr Freude bereitete, als wir mit dem Spiel Werwolf begannen.

Tag 5 – Freitag

Nach einer kurzen Nacht, die um 6:45 Uhr beendet wurde, standen wir mit voller Elan auf. Wir packten unsere Lunch-Pakete und räumten die letzten Sachen in unsere Koffer. Jetzt freuen uns auf unsere Ankunft, denn dieser Bericht wird noch vor uns daheim angekommen sein.




Auf der Busfahrt entstand noch ein Gedicht, welches unserem Busfahrer Ali gewidmet und von Linda Lenz gedichtet worden ist:

Oh Ali,
du cooler Mann,
ob er auch Döner machen kann?
 
Tritt er kräfit auf das Gas,
haben wir richtig Spaß,
denn dann sind wir schneller daheim
und haben Zeit für einen Reim.
 
Doch einer fällt mir noch ein:
Unser Benehmen war nicht immer fein!
Manchmal haben wir zu laut geschrie'n,
aber wisst ihr was?Der Ali hat uns immer verzieh'n!

Jetz müssen wir aussteigen,wie schade,doch wir danken dir für die schöne Fahrt!