Am Ende des ersten Schulhalbjahres besuchte die Organisation Terratech die Erdkundekurse der Jahrgangsstufe 12 der Europaschule Gladenbach. Die Kurse von Frau Kalabis und Herr Deurer nahmen an der jeweils zweistündigen Informationsveranstaltung, die von einer kurzen Workshopphase begleitet wurde, teil. Jeweils zwei Mitarbeiter der Hilfsorganisation gaben umfassende Einblicke in ihre Arbeit und die aktuell über Terratech laufenden Projekte.

Bei Terratech handelt es sich um einen Zusammenschluss aus Marburger und Wetzlarer Bürgerinnnen und Bürgern aus dem Jahr 1986. Diese verfolgten das Ziel, medizinische Technologien in Entwicklungsländern zu fördern. Vom technologischen Aspekt ist heute nur noch das „Tech“ geblieben. Dafür hat sich das Spektrum der Hilfsangebote stark gewandelt, sodass bereits 450 Projekte in 54 Ländern von Terratech realisiert wurden. Die Devise lautet „Hilfe zur Selbsthilfe“. Sie gilt hierbei als Leitfaden, was bedeutet, dass durch klare Anleitungen und Trainings vor Ort ein selbstständiges Weiterentwickeln der jeweiligen Länder und Regionen angeregt werden soll. So soll verhindert werden, dass Entwicklungsländer sich zu sehr abhängig von Industriestaaten machen. Diese Abhängigkeit führt häufig wiederum dazu, dass Spendengelder vor Ort nicht optimal eingesetzt werden und möglicher Korruption zum Opfer fallen. Terratech versucht diese negativen Effekte zu verhindern, beispielsweise werden durch ein Projekt Terratech in einem Schulkrankenhaus in Nepal Krankenschwestern und Pflegekräfte ausgebildet, die wiederum im Stande dazu sind, weitere Fachkräfte auszubilden, was ultimativ dazu führen soll, die Geburtensterblichkeit und die Infektionsrate in Nepal langfristig zu senken.

Im Rahmen des Unterrichts präsentierte sich Terratech als eine sehr engagierte und von ihren Aktionen überzeugte Gruppe. Gleich zu Anfang verdeutlichen sie uns anhand eines Planspiels weltweite soziale und ökonomische Disparitäten. So wurde jede Schülerin und jeder Schüler durch eine zugeteilte Rolle einem Land und einem sozialen Status zugeordnet, den es dann galt, zu vertreten. Hierbei wurden verschiedene alltägliche Situationen verlesen, die unter anderem auf Freizeit- oder Urlaubsplanung sowie die Gesundheitsversorgung anspielten. Die in einer Reihe auf dem Pausenhof positionierten Schülerinnen und Schüler mussten Gesetz des Falles, dass die einem zugeteilte fiktive Person im Stande dazu ist, der jeweiligen Aktivität nachzugehen, einen Schritt nach vorne gehen. Am Ende des Spiels wurden durch die großen Abstände zwischen den verschiedenen Rollen klare weltweite ökonomische und soziale Unterschiede deutlich. Im Anschluss folgte ein medial unterstützter Vortrag des Terratech Mitarbeiters und eines Praktikanten. Der Vortrag beschäftigte sich gezielt mit einer Auswahl an Terrretech-Entwicklungsprojekten, allem voran dem Ressource Center in Kenia. Im Anschluss blieb noch reichlich Zeit für Fragen. Des Weiteren informierten uns die Mitarbeiter über eine jährlich stattfindende Verkaufsaktion: immer gegen Ende des Jahres verkaufen sie einen Adventskalender, welcher dank zahlreicher Sponsoren mit verschiedenen Lobpreisen ausgesäten ist. Die Einnahmen, die hierdurch erreicht werden, fließen direkt in ausgewählte Projekte des Vereins.

Wir persönlich nahmen den Nachmittag mit Terratech als sehr interessant und informativ war. Aufgrund der Länge des Vortrags war es nur leider gerade gen Ende schwer aufmerksam zu bleiben, was jedoch weniger unserem Interesse sondern eher der 10./11. geschuldet war.

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