Das Projekt Berufsorientierung im Jahrgang 12

Schulische Berufsorientierung ist mittlerweile auch an Gymnasien als fester Bestandteil des Curriculums nicht mehr umstritten. Ökonomische und technische Entwicklungen, weltweite Arbeitsteilung, internationaler Wettbewerb und Konkurrenzdruck haben zugenommen. Berufe, Studiengänge, Arbeitsmarkt und Qualifikationsanforderungen unterliegen einem verstärkten Wandel. Angesichts dieser Entwicklungen ist es notwendig, die Orientierungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern zu stärken, damit sie eigenverantwortlich ihre Berufs- und Lebensplanung gestalten können.

Da viele Schülerinnen und Schüler erst über den weiteren Ausbildungsweg nachzudenken beginnen, wenn sie das Abitur in der Tasche haben, hat die Europaschule mit dem Berufsorientierungskurs ein Pilotprojekt begonnen, das in zwei Projektwochen als Intensivkurs angeboten und für die Schülerinnen und Schüler mit einer abiturrelevanten Note abgeschlossen wird.


Bestandteile dieses Berufsorientierungskurses sind:

  • Projektwoche: Reflexion eigener Fähigkeiten und Fertigkeiten, Berufsvorstellungen, Analyse des Stellenmarktes etc., Vorträge, u.a. von ehemaligen Schülerinnen und Schülern der Europaschule, über berufliche Werdegänge und Erfahrungen, Informationen über Zivildienst, Wehrdienst und freiwilliges soziales Jahr, Betriebsbesichtigungen, z.B. Flugsicherung Frankfurt, Interdisziplinäres Zentrum der Universität Gießen.
  • Hochschulinformationstage; Teilnahme an einer Veranstaltung über "Studierfähigkeit". Besuch der Veranstaltungen in Marburg und Gießen Ende Januar, Kurzbericht über die gewonnenen Informationen und Eindrücke.
  • Projektwoche: Studien- bzw. Berufspraktikum, auch Auslandspraktika (Verlängerung durch Einbeziehung der letzten Ferienwoche), Praktikumsbericht
  • Klausur: Da der Berufsorientierungskurs in die Abiturberechnung eingebracht werden kann, ist hier, wie in jedem anderen Grundkursfach auch, eine Klausur anzufertigen. Diese bezieht sich auf den Inhalt der ersten Projektwoche.
Positive Ergebnisse des Berufsorientierungskurses sind zum einen feste Partnerschaften und Kooperationen zwischen unserer Schule und Betrieben / Institutionen und Organisationen, z.B. ständige soziale Hilfsdienste in einem Heim für junge Behinderte, zum anderen feste Bindungen auch im privaten / persönlichen Bereich zwischen Schülern und Schülerinnen unserer Schule und denen unserer Partnerschulen vermittelt über Auslandspraktika.