Schülerinnen und Schüler mit dem einfachen Hauptschulabschluss können - sofern sie die jeweiligen Voraussetzungen erfüllen - z.B. die Zweijährige Berufsfachschule, die BzB oder die BÜA besuchen oder eine schulische/betriebliche Ausbildung beginnen.

Zudem bestehen als Alternativen für volljährige Schülerinnen und Schüler z.B. die Abendrealschule, Nichtschülerprüfungen sowie das FSJ/FÖJ.

Nähere Informationen und Zugangsvoraussetzungen erhalten Sie im persönlichen Gespräch, bei unseren Berufseinstiegsbegleitern, Ihrem für Sie zuständigen Berufsberater sowie direkt bei den für Ihr Kind infrage kommenden Institutionen.

 

Betriebliche Ausbildung

Mit dem Hauptschulabschluss kann eine betriebliche Ausbildung begonnen werden. Bei erfolgreichem Absolvieren inkludiert dies einen dem mittleren Bildungsabschluss gleichgestellten Abschluss.

 

Schulische Berufsausbildung an der Berufsschule

Bei erfolgreicher Ausbildung kann der Gesellenbrief erworben werden.

 

Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung (BzB)

In einem vorwiegend praxisorientiertem Unterricht in bestimmten Berufsfeldern sollen berufliche Interessen und Fähigkeiten der Jugendlichen gefördert werden. Die BzB dauern 1 Jahr.

Ziel ist u.a. die Unterstützung bei der Vermittlung in eine Ausbildungsstelle. Unter bestimmten Voraussetzungen kann der (qualifizierende) Hauptschulabschluss (sofern noch nicht vorhanden) erlangt werden.

 

Berufsvorbereitender Bildungslehrgang bei einem Bildungsträger

Ziel: Berufsorientierung und Qualifizierung, Berufsfindung, Aufnahme eines Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses mit der Möglichkeit zur Erlangung des Hauptschulabschlusses (sofern noch nicht vorhanden).

 

Zweijährige Berufsfachschule

Schüler mit einfachem Hauptschulabschluss können unter bestimmten Voraussetzungen zur Zweijährigen Berufsschule zugelassen werden.

Dort ist das Ziel die fachrichtungs- und schwerpunktbezogene Vorbereitung auf eine berufliche Ausbildung. Bei erfolgreichem Absolvieren mit bestandener Abschlussprüfung wird ein dem Mittleren Abschluss gleichwertiger Abschluss erlangt. Anschließend kann u.a. eine zweijährige höhere Berufsfachschule, eine Fachoberschule oder das Berufliche Gymnasium besucht bzw. eine Ausbildung begonnen werden.

 

BÜA - neu ab SJ 2017/18 -

Ziel der BÜA (Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung) ist es, die Jugendlichen in kleinen Lerngruppen bei ihrem Übergang Schule-Beruf optimal zu unterstützen. Sie sollen eine fundierte Berufswahlentscheidung treffen, schneller eine Ausbildung beginnen sowie vor oder während der Ausbildung einen weiterführenden Schulabschluss erlangen können.

Die BÜA kann von Schülerinnen und Schülern ohne und mit Hauptschulabschluss sowie mit Realschulabschluss besucht werden und gliedert sich in zwei Stufen:

1. Stufe (1 Jahr): Kennenlernen von mind. 2 Berufsfeldern; Betreibspraktika. Prüfung am Ende der Stufe 1 zum Erlangen des Hauptschulabschlusses.

2. Stufe (1 Jahr): Spezialisierung auf ein Berufsfeld. Prüfung am Ende der Stufe 2 zum Erlangen des Mittleren Abschlusses.

Bitte beachten Sie: Der Schulversuch BÜA startet zum SJ 2017/18 und wird im Einzugsbereich unserer Schüler bisher an folgenden Brufsschulen angeboten:

  • Werner-von-Siemens-Schule/Theodor-Heuss-Schule Wetzlar (Kooperation)
  • Gewerbliche Schulen des Lahn-Dill-Kreises in Dillenburg

 

FSJ/FÖJ

Zudem besteht die Möglichkeit, sich nach Beendigung der Vollzeitschulpflicht und vor Vollendung des 27. Lebensjahres in Freiwilligendiensten wie z.B. dem FSJ (http://www.fsj-hessen.de/) oder dem FÖJ (https://umwelt.hessen.de/umwelt-natur/mensch-umwelt/freiwilliges-oekologisches-jahr-hessen-foej) zu engagieren. Hier kann kein Schulabschluss erworben werden.