Logo Drachenherz ohne Text JPGHallo! Machst du dir Sorgen, weil deine Mutter oder dein Vater zu viel trinkt oder Drogen nimmt? Dass du dir Gedanken machst, ist total normal: Gedanken über ihre Gesundheit und Sicherheit. Gedanken darüber, was mit dir passieren könnte. Gedanken darüber, dass sie dich ohne Grund kritisieren, dass sie Versprechen nicht einhalten, dass sie betrunken Auto fahren… und Gedanken über die vielen anderen Sachen, die unberechenbar sind und dich verwirren. Du kannst das Trinken oderAlkohol- oder Drogenabhängigkeit ist eine Krankheit. Wenn ein Familienmitglied eine Suchterkrankung hat, sind alle Familienmitglieder davon betroffen. Es ist nicht deine Schuld. Es ist eine Krankheit. Du hast sie nicht verursacht und du kannst sie auch nicht stoppen. Du selbst brauchst und verdienst Hilfe. Du bist nicht allein. In Deutschland hat etwa jedes sechste Kind suchtkranke Eltern – das sind 2,65 Millionen Kinder! Viele andere Jugendliche sind in derselben Situation wie du, und du kannst lernen, damit umzugehen. den Drogenkonsum deiner Eltern nicht stoppen, aber du kannst etwas unternehmen, damit es dir besser geht.

Junge Leute mit alkohol- oder drogensüchtigen Eltern haben ein bis zu sechsmal höheres Risiko, abhängig zu werden, wenn sie sich entscheiden, Alkohol zu trinken oder Drogen zu nehmen. Du kannst nicht abhängig werden, wenn du nicht trinkst und keine Drogen nimmst.

Trau dich! Es ist wichtig, dass du dir Erwachsene suchst, denen du vertraust und die dir helfen können. Sprich mit einem Erwachsenen: vielleicht mit einer Lehrerin oder einem Lehrer, mit der Schulsozialarbeiterin, mit den Eltern deiner Freunde, mit deinem Arzt, deinen Großeltern, Onkel, Tante oder Nachbarn. Sprich mit Menschen, die dir zuhören und die dich unterstützen, mit dem Problem zu Hause klarzukommen.
Selbst wenn die suchtkranke Person keine Hilfe annimmt, kannst du trotzdem die Hilfe bekommen, die du brauchst, um dich besser zu fühlen und ein sicheres und schönes Leben zu haben.
Wenn du mit einer Vertrauensperson über das sprichst, was dir Sorgen macht, heißt das nicht, dass du gemein zu deinen Eltern bist. Achte darauf, dass deine Vertrauensperson ein Mensch ist, bei dem du dich sicher fühlst. Reden hilft.

Viele Jugendliche leben wie du mit Verwirrung und Chaos, die durch Alkohol- und Drogenabhängigkeit in Familien angerichtet werden. Du verdienst Hilfe. Hol sie dir!

Bei „Drachenherz“ (http://www.suchtberatung-blaues-kreuz-marburg.de/drachenherz/) findest du Unterstützung: hier gibt es ein vertrauliches und kostenfreies Beratungsangebot, speziell für Kinder und Jugendliche suchtkranker Eltern.
Kontakt: Suchtberatungsstelle Blaues Kreuz Marburg – Drachenherz
Ansprechpartner: Stefan Stark und Katrin Schlötterer
Telefon: 06421- 23181
Wilhelmstraße 8a, 35037 Marburg
Für Donnerstagnachmittag können auch Termine in Biedenkopf vereinbart werden (findet dann in den Räumen des Diakonischen Werkes, Mühlweg 23, 35216 Biedenkopf statt).

Auf www.traudich.nacoa.de findest du jede Menge Infos für Jugendliche, deren Eltern trinken oder Drogen nehmen: Was ist Sucht? Was kannst du tun? Wo gibt es Hilfe? Hier findest du Antworten. Und coole Comics gibt es auch.
Und zwei Mal im Monat gibt es unter https://beratung-nacoa.beranet.info/ einen moderierten Gruppenchat für Jugendliche, deren Eltern oder Angehörige Alkohol- oder Drogenprobleme haben.


(Text in Anlehnung an Materialien von NACOA Deutschland; http://www.nacoa.de)