Die Deutsch-Intensivklassen der Sek.I und die Klasse 10G2 auf den Spuren der Hessen vor zweihundert Jahren.

img 1418„Mir war kalt, aber es war cool, wirklich!“ So etwa lauteten etliche spontane Äußerungen nach dem gemeinsamen Ausflug der DIK-Klassen und der 10G2 zum Hessenpark in Neu-Anspach. Dank der großartigen Organisationsarbeit durch Frau Schnitzler und der Finanzierung durch den Förderverein unserer Schule war diese Projektwochen-Fahrt möglich geworden. In Begleitung von Frau Vollmer und Frau Ewald vom Förderverein, des Studierenden Dustin Runkel, dann Frau Schnitzler, Frau Kybalschuk und Frau Häring, startete die Hessen- Tour am Donnerstag,13.Oktober.

Bis dahin hatte die Projektwoche für die DIK-Klassen, Sek.I, verschiedene und immer musisch-praktische Aktivitäten beinhaltet, die von verschiedenen KollegInnen angeboten worden waren, u.a. von J. Rohrer (Musik), K. Frenz (Arbeitslehre/Kochen), B. Schneider (Kunst) und K. Hebbelmann (Musik). 

Die Klasse 10G2 arbeitet in dem zurzeit deutschlandweit größten Schulnetzwerk „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ und engagiert sich aktiv gegen jede Form von Diskriminierung. Deshalb folgte sie gern der Einladung, den Ausflug gemeinsam mit den DIK-Klassen zu erleben. 

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Auf der Hinfahrt blieben die verschiedenen Klassen und Gruppen noch eng beieinander. Arabische Musik mischte sich mit deutschen Schlagern. Im Hessenpark fanden dann in gemischten Gruppen Projektführungen statt. Nach einer kurzen allgemeinen Information über die verschiedenen Ausstellungsbereiche, auch über die typisch nord- und mittelhessische Bauweise vor ca 100 Jahren, über die Arche Arbeit mit alten Tierrassen, wie zum Beispiel dem Vorwerkhuhn, dem Rhönschaf, dem Meißner Widderkaninchen etc. wurden drei unterschiedliche praktische Projekte durchgeführt. Hanfseile konnten gefertigt werden. Die jüngeren Schülerinnen lernten das Blaufärben und nahmen stolz selbst gefärbte Beutel mit nach Hause. Echte Teamarbeit erforderte der Aufbau eines Modell- Fachwerkhauses mithilfe eines Bauplans. Die SchülerInnen lernten dabei die historische Fachwerkbauweise, Bezeichnungen der Hölzer, Bundzeichen der Zimmerleute und vor allem erfuhren sie, dass nur echte Teamarbeit zum Ziel führt. So staunte die Museumsführerin nicht schlecht, als nach einer guten halben Stunde Richtfest „gefeiert“ werden konnte.

Anziehungspunkte danach waren der Spielplatz und zum Aufwärmen die Martinsklause, in der man Tee und Kaffee genoss. Manche besichtigten die alte Schule; anderen hatten es die Tiere angetan, vor allem den SchülerInnen aus Großstädten, wie Kabul, Teheran etc. 

Um die Kommunikation untereinander zu fördern, hatten wir LehrerInnen die Idee, auf der Rückfahrt die Busplätze jeweils „paarweise“(ein DIK-Schüler sitzt neben jemandem aus der 10G2) zu verteilen. Die Begeisterung aller SchülerInnen hielt sich allerdings in Grenzen. So verlief die Rückfahrt in ungewohnter Stille. Eine DIK- Klassen-Schülerin merkte beim Ausstieg an: „Was war das für ein Spiel? Häuserbauen mit allen macht Spaß, mehr als Bus- Fahren.“ P1030801

OP 18.10.2016

Die 10G1 besucht als erste Klasse die Ausstellung „Hessen fairändert“ in der Europaschule

Am 29.8.16 haben wir im Rahmen des Religionsunterrichts mit Frau Eidam-Blume „Hessen fairändert“, eine Ausstellung mit 10 Roll-Ups, angesehen und nach einer Einführung durch Frau Häring in Gruppen dazu gearbeitet. Wir haben viele Informationen über die Produktion von Textilien, Kaffee, Kakao, Südfrüchte und IT-Bestandteilen bekommen, aber auch über die Missstände in den Herkunftsländern wie die Arbeitsbedingungen der betroffenen Arbeiter und Arbeiterinnen dort. Was hat das eigentlich mit uns zu tun?

Das Plakat zum Thema „IT“ hieß „Gestörte Verbindung“. Es hat uns besonders erschreckt, denn uns war nicht bewusst, wie viele Materialien aus verschiedenen Ländern allein in einem Computer  oder auch in unseren Handys stecken und was schlussendlich aus dem Verkauf von abgebauten Metallen wie Tantal, Nickel und Kupfer, in den Herkunftsländern bezahlt wird. Tatsächlich werden damit noch immer Kriege in Afrika finanziert!

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„Bittere Schokolade“? Uns war bei diesem Thema auch nicht bekannt, wie viele Mädchen und Jungen unter der Herstellung einer Tafel Schokolade im Alltag leiden müssen, weil sie unter härtesten Bedingungen arbeiten, damit wir unsere Schokolade genießen können. Schüler einer anderen Gruppe erzählen bei ihrer Präsentation, dass zur Herstellung einer bei Jugendlichen so beliebten Stone-Washed Jeans unglaublich viel wertvolles Wasser verschwendet und mit giftigen Stoffen dabei nicht gespart werde. Die Gefährdung der Gesundheit von Kindern durch Pestizideinsatz in Früchteplantagen mit Bananen war nur ein weiterer aktueller Aspekt der Ausstellung und der Arbeit in Gruppen dazu. Wie machen wir die Welt zu einem faireren Ort zum Leben?

Interessant waren für uns ganz besonders die Informationen am Rande der Roll-Ups über mittlerweile 20 Städte in Hessen, in denen Initiativen zu „Hessen fairändert“ von Firmen, Vereinen und Kirchengemeinden gestartet wurden, die helfen sollen, die Probleme der betroffenen Länder langfristig zu verändern. Die Firmen und Institutionen wollen mit ihrer hessischen Idee  zu einem bewussteren Konsumverhalten in unserem Alltag beizutragen, z.B. durch den Kauf von Fair Trade Produkten, wie der ersten fairen Computermaus oder dem bewussteren Umgang mit Elektroschrott durch eine Handysammelaktion zur nachhaltigen Weiterverwendung. Als weiteres positives Beispiel für Handlungsalternativen wurde eine neue Art der Städtepartnerschaft genannt, wie die südhessische Kommune Viernheim, die inzwischen ganz bewusst mit einer afrikanischen Stadt zusammenarbeitet, um zu helfen. Damit soll einerseits die Bewusstwerdung unserer Beteiligung an den Folgen der Globalisierung bei uns vorangetrieben werden,  andererseits wollen die Bürger der hessischen Stadt mit den Bürgern im weit entfernten Süden auf vielfältigen Ebenen zusammenarbeiten und Lebensmöglichkeiten verbessern.

Mutmachend ist auch Steffi Jones, die selbst Verantwortung übernimmt für dieses Thema und als DFB-Direktorin das Projekt „Hessen fairändert“ und damit den Fair Trade unterstützt. Wichtig sind hier schließlich die Weltläden, von denen es immer mehr in hessischen Städten gibt, nicht nur in Marburg, als Hauptstadt des fairen Handels, sondern auch seit 34 Jahren bei uns hier in Gladenbach!

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Am Dienstag, den 30.8.2016 wurden an der Europaschule 17 Vorklassenschüler und -schülerinnen sowie 55 Erstklässler und Erstklässlerinnen „Herzlich Willkommen“ geheißen. Nach einem Gottesdienst begann die Einschulungsfeier im Haus des Gastes. Für das bunte Rahmenprogramm sorgten alle Schüler und Schülerinnen des 3. Jahrganges mit ihren Klassenlehrerinnen. Zu Beginn stand das Lied „Alle Kinder lernen lesen“ auf dem Programm. Danach begrüßte der stellvertretende Schulleiter der Europaschule Herr Zell samt den Handpuppen Tom und Lucy die neuen Erstklässler und konnte ihnen stimmungsvoll und lebendig das ungute Gefühl im Bauch nehmen. Lautstark wurden die Kinder in das Stück mit einbezogen und konnten auch ihre zukünftigen Lehrerinnen winkend begrüßen. Das Theaterstück „Der Streit der Buchstaben“ der Drittklässler löste ebenfalls Vorfreude auf das 1. Schuljahr aus. Das fetzige Lied „Hase-Igel Cha-Cha“ wurde durch Maracas begleitet. Anschließend begrüßte die Grundschulleiterin Frau Jacobs alle Anwesende. Mit farbigen Luftballons gingen die Schulkinder mit ihren Lehrerinnen dann Richtung Klassenzimmer. Auf dem Weg dorthin wurden alle durch spalierstehende und klatschende SchülerInnen und LehrerInnen begrüßt. Während der ersten beiden Unterrichtsstunden der ErstklässlerInnen konnten sich die Eltern, Verwandten und Freunde bei Kaffee und Kuchen austauschen und auf das Ende des 1. Schultages warten.

Wir wünschen allen Schülern und Schülerinnen einen guten und freudigen Start in das neue Schuljahr!

 

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Impressionen von der Picknick-Wanderung mit den Deutsch-Intensiv-Klassen (Mittelstufe) am 11. Juli 2016-
Die langen Ferienwochen stehen bevor. Einige der Deutsch- Intensiv-Schüler werden die Gladenbacher Schule verlassen und in ihrem Wohnort weiterhin die schulischen Deutsch-Kurse besuchen. Einige andere können zum neuen Schuljahr in Regelklassen wechseln.

Um den Abschied, Wechsel und Neubeginn zu feiern, organisierte der Arbeitskreis ViElFaLt, gemeinsam mit der Gruppe „Neustart“ und mit Unterstützung durch die Schulleitung, eine Grillwanderung in die Umgebung Gladenbachs. Eingeladen war zudem die Klasse 9G2, Initiator des Projekts „Schule ohne Rassismus“. Die MGV-Schutzhütte bot Platz und Möglichkeiten für diesen Sommerausflug, an dem ca 60 SchülerInnen und LehrerInnen teilnahmen. Auch auch die Wohngruppen-Betreuer waren eingeladen worden; stolz stellte ein Schüler aus Eritrea seine Wohngruppenleiterin vor.

Schon die Vorbereitungen verliefen ausgesprochen „dynamisch“. Ursprünglich sollte eine kleine engagierte Kochgruppe, gebildet aus beiden DIK-Klassen, in der Schulküche einige Salate schnippeln, bevor die kurze mittägliche Wanderung zur Hütte startete.

Irgendwann am Vormittag tummelten sich dann hochmotiviert beinahe alle DIK-SchülerInnen in der „überschaubaren“ Küche, eine echte Herausforderung für die Arbeitslehre-Kollegin, die geduldig und unermüdlich das Zubereiten der leckersten Speisen anleitete.

Alle in den DIK-Klassen unterrichtenden KollegInnen halfen, die Schüsseln und Töpfe in den Hain zu transportieren, die Schülergruppe unter Klängen „angesagter“ Musik durch den Wald Richtung Hütte zu führen und eventuelle Schüler-Sorgen, den Nachhauseweg betreffend, zu zerstreuen.

Vor Ort, auf dem eigens installierten Gasgrill, wurde bereits kräftig gebraten. Unser Schulsprecher war dabei, die ca 100 frischen Rindswürste zu brutzeln; OberstufenschülerInnen der Gruppe Neustart hatten Tische bunt gedeckt und warteten auf ihre LernpartnerInnen.

Highlight war sicherlich das Büffet der „culture kitchen“, das u.a. aus frisch zubereitetem Couscous-Salat ,Frühlingsrollen,Fladen, Hummus, Muffins, Obstkuchen, Kartoffelsalat, Gemüsebällchen und Früchten bestand.
Ballspiele, Zaz-Musik live, Essen und muntere Gespräche ließen die Stunden verfliegen. Die 9G2 stellte kurz ihre Ideen zum Projekt “Schule ohne Rassismus“ vor und ermunterte die DIK-SchülerInnen, mit ihnen als Klasse auch in der Freizeit in Kontakt zu treten.

Das sollte nicht der letzte Ausflug gewesen sein. Darin waren sich alle einig. Beim nächsten Mal könnten interaktive Spiele für eine noch intensivere interkulturelle Annäherung der Klassen sorgen.

Der Landesverband Hessen des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO e. V.) zeichnete auch in diesem Jahr hessische Abiturientinnen und Abiturienten mit dem Karl-von-Frisch-Preis aus.
Der Preis wird nur an die hessenweit besten Abiturientinnen und Abiturienten im Fach Biologie vergeben
….und unsere Abiturientin Nina Sophie Bellersheim (LK Biologie bei Herrn Deurer) war eine der Preisträgerinnen.
Herzlichen Glückwunsch !!!!!

Hier finden sie den entsprechenden Zeitungsartikel: Artikel aus der Oberhessischen Presse vom 14.06.2016, S. 5

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Die Preisverleihung

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Nina Sophie Bellersheim und ihr LK-Lehrer Herr Deurer

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An der diesjährigen Summerschool konnten vier Schülerinnen der Freiherr-vom-Stein-Schule teilnehmen, obwohl sie noch nicht die E-Phase besuchten.

Teilgenommen hatten: 

Meryem Aric (10G4), Lea Happel (10G2), Pauline Neumann (10G2), Cosima Scheiner (9G1).

In fünf spannenden Tagen konnten sie zahlreiche Einblicke in die Arbeitsweise der Mathematik und der Naturwissenschaften bekommen. Eine Woche lang lernten sie Tag für Tag einen Fachbereich kennen, indem ihnen wissenschaftliche Probleme vorgestellt wurden, die sie mit Hilfe interessanter Experimente lösen konnten.

Also insgesamt: Eine spannende Woche, in der sie sich ausprobieren konnten, ihre Interessensgebiete eingrenzen oder ausbauen konnten, viel Neues kennenlernten und erfuhren, wie Wissenschaft Wissen schafft.

 

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(Meryem Aric, Cosima Scheiner, Pauline Neumann; es fehlt Lea Happel.)

 

Artikel aus der Oberhessischen Presse vom 19.07.2016

"Mint-Summer-School for Girls"
„Ich will jetzt Physik studieren“
Die Philipps-Universität Marburg hat eine Woche lang 20 E-Phasen-Schülerinnen Grundlagen der Physik und Co. aufgezeigt.

 

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Marburg. Die sogenannten Mint-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sind nach wie vor stark männerdominiert. Um mehr Frauen dazu zu bewegen, ein Studium in einem dieser Fächer aufzunehmen, wird immer wieder von Unis und Schulen Werbung für Mathe und Co. gemacht.
Dass es ein generelles Interesse an den Mint-Fächern gebe, zeige sich dadurch, dass es nur 20 Teilnehmerplätze gab, aber 30 Bewerbungen, sagt Veranstalter Malte Klimczak, Mathematik- und Biologielehrer der Steinmühle und Leiter des Schülerlabors Botanischer Garten an der Uni. Zusammen mit der Biologin Daniela Schumacher leitete er das Projekt.
Bei einer Teilnehmerin führte die Veranstaltung zum sofortigen Erfolg: Pauline Naumann aus Gladenbach will nun Physik studieren. „Ich dachte vorher immer, dass Physik nicht zu mir passt, weil ich eigentlich viel mit Menschen arbeiten will. Aber als Physikerin könnte ich auch als Patentanwältin arbeiten, das interessiert mich“, sagt sie. Im Labor experimentieren wolle sie aber nicht.
Doch Naumann ist eine Ausnahme. Die wenigsten Frauen entscheiden sich für ein Studium in Mathematik, Physik oder Informatik, erklärt Klimczak. Immerhin 23 Prozent Informatik-Studentinnen gebe es, jedoch würden nur zwei Prozent aller weiblichen Studierenden später einen IT-Beruf ausüben, so stellten es einige der Teilnehmerinnen in einem Vortrag dar. Zum Vergleich: Zwölf Prozent der Männer könnten sich einen Job in der IT-Branche vorstellen. Durch die Summer School konnte zumindest bei einer Teilnehmerin das Interesse an dem Fach Informatik geweckt werden, bei einigen ließ es aber sogar nach. Das zeige, wie schwierig es für die Unis ist, mehr Frauen für die bislang als Männerdomänen geltenden Fächer zu begeistern, sagt Klimczak.
Im Fach Biologie hingegen seien die Frauen sogar leicht in der Überzahl, erklärt Klimczak. Er betont, dass die Uni durch Projekte versucht, „vor allem Werbung für Mathe, Physik und Informatik zu machen“.
Man wolle auch mit Vorurteilen den Fächern gegenüber aufräumen. So lernten die Schülerinnen am Informatik-Tag, dass Informatik nicht nur was für Hacker ist, sondern durch Logik und Systematik geprägt ist. Und dass aber auch theoretisch lösbare Probleme nicht immer praktikabel sind.
Projektleiter: „Die Gruppe war sehr motiviert“
Da das Programmieren zu den Haupttätigkeiten eines Informatikers gehört, versuchten sich die Schülerinnen an einem eigenen, einfachen Computerspiel. In Physik bauten die Mädchen zum Teilgebiet Optik Spektroskope (lichtbrechende Boxen) und erkannten unter anderem, dass eine immer kürzere Wellenlänge eine immer höhere Energie eines abgesendeten Photons (Lichtteilchens) mit sich bringt oder dass es eigentlich kein Pink als Farbe gibt.
In Chemie waren die aus der Schulzeit vielen bekannten Redoxreaktionen das Thema. „Aber Bio hat den meisten wohl am besten gefallen“, sagte auch Katharina Belzer aus Homberg-Ohm. „Bio war am spannendsten. Es hat Spaß gemacht, mit Ratten zu arbeiten.“ Am Bio-Tag experimentierten die Schülerinnen mit B. F. Skinners berühmter Skinner-Box. Dazu werden Ratten in die Box hineingesetzt, die nur mit einem Hebel und einer Luke ausgestattet ist. Im Laufe der Zeit wird die Ratte darauf trainiert, dass sie durch das Betätigen des Hebels Futter aus der Luke bekommt. Dadurch wurde Skinner zu einem der wichtigsten Vertreter des Behaviorismus. So anschaulich kann Bio sein.
„Die Gruppe war sehr motiviert, hat viele Fragen gestellt, es hat viel Spaß gemacht“, fasst Klimczak die Woche mit den Mädchen zusammen. Im nächsten Jahr soll das Projekt in eine dritte Runde gehen. (von Yannic Bakhtari)

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