Titelseite der ersten Ausgabe der Schulzeitung 2017

Ausgabe 01/2017:

Das Blättern in der SWF-Version wird möglich, wenn die Maus in die Ecke unten rechts der jeweiligen Seite positioniert wird.

Vier Tage intensiver Begegnungen nahen sich ihrem Ende. Neue Kontakte wurden geknüpft, Freundschaften geschlossen oder vertieft, wichtige Gespräche geführt, es wurde gemeinsam gegessen, gearbeitet, gespielt, getanzt und gelacht.

Laut dem Programm, das uns unsere Gastgeber für unseren Aufenthalt ausgegeben hatten, war für den letzten Abend eine „kleine Feier“ geplant. Dass diese Bezeichnung das, was uns erwarten würde, wohl nicht treffend beschrieb, war spätestens im Laufe des Vormittags klar, als überall in der Schule mit den Vorbereitungen für die „small celebration“ begonnen wurde. Wie aber auch in den vorangegangenen Tagen legten unsere Partner großen Wert darauf, uns einzubinden, indem sie kurzerhand den Garten unseres Hauses in eine Großküche verwandelten und uns die Möglichkeit gaben, bei der Zubereitung der traditioneller Chagga-Gerichte zuzuschauen oder zu helfen. So war es für den einen oder anderen eine interessante Erfahrung, einmal selbst Reis zu verlesen, nachdem man diesen in den letzten beiden Wochen doch in recht großen Mengen konsumiert hatte, ohne zu wissen, welche Arbeit dahinter steckte. Neben den Vorbereitungen an den Kochstellen herrschte auch an deren Stellen im Garten ein buntes Treiben: Überall sah man Gruppen von tansanischen und deutschen Schülern, die Karten spielten, gemeinsam Freundschaftsbänder knüpften oder sich noch schnell einen Crash-Kurs in Deutsch bzw. Swahili gaben.
Die eigentliche „kleine Feier“ begann schließlich bei Einbruch der Dunkelheit mit einem gemeinsamen Essen, an dem alle Schüler, die am Workcamp teilgenommen hatten, sowie alle Lehrer und Mitarbeiter der Partnerschule teilnahmen. In diesem Rahmen wurde auch der traditionelle Chagga-Cake überreicht, hinter dem sich zur Verwunderung der Schüler kein Kuchen, sondern eine auf traditionelle Weise am Stück gegrillte Ziege verbarg. Auch wenn dieser Anblick nicht jedem leicht fiel, war allen die Bedeutsamkeit und die große Ehre, die uns mit diesem Geschenk zuteil wurde, bewusst, sodass selbst eingefleischte Vegetarier ein Stück aßen.
Im Anschluss an diese feierliche, fast andächtige, Zeremonie wurden wir in der Dining-Hall von allen Schülern der Schule mit lautem Singen empfangen. Unter dem Motto „Gladenbach and Kisomachi – Everlasting Partnership“ erwartete uns ein bunter Abend mit Tänzen, Liedvorträgen, Reden und Bildern, der uns sicher lange in Erinnerung bleiben wird und uns noch einmal die große Gastfreundschaft und Herzlichkeit unserer Partner vor Augen führte.
So werden wir heute Abend mit vielen schönen Eindrücken und Erinnerungen, sicherlich aber auch mit etwas Wehmut in den Flieder nach Deutschland steigen.
Kwa herini!

6000 Menschen bietet die Dispensary (Krankenstation) von Kisomachi eine medizinische Grundversorgung. Hier bringen Mütter ihre Säuglinge zum Impfen her, man erhält Malaria-Medikamente oder kann einen HIV-Test machen lassen. Auch für die Schüler und Lehrer unserer Partnerschule ist die Dispensary die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen. Eine Ärztin und ein kleines Team von Pflegerinnen betreut die Station, die von der katholischen Diözese in Moshi getragen wird.

Wir waren positiv überrascht, dass die Krankenstation, die bisher in sehr engen Räumlichkeiten untergebracht war, nun in ein renoviertes und größeres Gebäude im Dorfzentrum umgezogen ist. Dennoch mangelt es weiterhin an der Ausstattung, insbesondere an Medikamenten. Wir freuten uns daher dank der Spenden vieler Kollegen der Europaschule Gladenbach vor Ort eine Medikamentenspende abgeben zu können. Diese wurde von der Organisation „action medeor“ in Tansania zusammengestellt und in Anwesenheit von Father Richard Temba, der leitenden Ärztin, sowie des Headmasters Mr. Massawe überreicht.
Allen Spendern herzlichen Dank!

 

Voller Euphorie starteten wir mit unseren Partnerschülern das Work camp.
Im Fokus stand das gemeinsame Thema „Reduce, Reduse, Recyle“, das uns in der Vorbereitung ein halbes Jahr begleitet hat.
65 SchülerInnen waren wir insgesamt; die tansanischen SchülerInnen hatten sich für die Teilnahme am Work camp beworben. Folgende Unterthemen waren vorgesehen:
-Fabric, Mitumba (=Problem der Altkleidermärkte)
-Metal (z.B. Problem des Elektroschrotts in Ghana)
-Plastic (z.B. in Meeren)
-neue Energiequellen, z.B. Sonnenenergie
-Trash is cash (Recyceltes zu Geld machen)
Die Themen wurden rasch verteilt; jeweils aus tansanischer und deutscher Sicht waren die Themen zu bearbeiten und zu präsentieren. Zunächst ging es zum Bedauern aller an die theoretische Arbeit, welche aus dem Verstehen der zusammengetragenen Texte der Lehrer bestand, wobei diese sich als überaus informativ waren und die Probleme im Kern ausdrückten.
Vor allem in unserer Gruppe „Fabric-Mitumba“ wurde intensiv diskutiert und das Wissen und die Ideen der tansanischen SchülerInnen waren enorm.
Das Eis zwischen uns Gladenbachern und den tansanischen SchülerInnen war endgültig gebrochen, als wir den theoretischen Teil verließen und uns der Arbeit mit Nadel und Faden zuwandten. Wir stürzten uns mit vielen Ideen auf die in Moshi erworbenen Stoffreste. Dabei entwickelten sich die Jungs zu „erstaunlichen“ Profis, die unter anderem Krawatten, Taschen und Mini-Unterhosen zauberten. Die Lehrer waren erstaunt über die ruhige und lang anhaltende Arbeitsatmosphäre.
Parallel fand in den anderen Arbeitsgruppen mehr Action, die zu Hockern aus Flaschen, Besen aus Plastik und Solarleuchten aus Gurkengläsern führte. Am nächsten Morgen blickte man in nervöse Schülergesichter, denn die Präsentationen befanden sich in der letzten Vorbereitungsphase. Jede Gruppe präsentierte auf unterschiedliche Weise ihr Thema, sei es mit selbst gedichteten Liedern, Gedichten oder Rollenspielen.
Dabei wuchsen einige Schüler über ihre Fähigkeiten und Ängste hinaus und begeisterten die Zuhörer , vor allem Lehrer der Kisomachi Schule und der unsrigen.
Schlussendlich sind wir stolz auf unsere Zusammenarbeit und auf die Ergebnisse, die wir erreicht haben.

Während die deutschen Schüler ihre Unterkunft, sie nennen sie „Castle“, bezogen, bereiteten wir uns auf die Begrüßung vor. Es dauerte eine Ewigkeit, bis sie in den Innenhof kamen. Wir mussten uns hintereinander in unseren forms aufstellen.

Sofort fingen wir an zu klatschen und sangen das Jambo-Begrüßungslied. Nach einigen Reden, vor allem der Beileidsbekundung für unseren Mr. Macha, den die Lehrer aus Gladenbach gut kannten, lernten wir die deutschen Schüler gut kennen, indem wir mit ihnen sangen und tanzten, alle 300, die schon da sind. Erst tanzen wir allein nach Bongo-Flavour-Musik, dann mischten wir uns. Das ging schnell und war lustig. Leider ging der Abend wie im Flug vorbei. Wir hatten schon zwei Tage auf die Gäste gewartet.

Am nächsten Morgen trafen wir sie wieder. Zum Glück wurde ich, Jane, ausgewählt, um bei dem Projekt „The 3 R`s- Reduce- reuse- recycle“ mitzuarbeiten.

Zu Beginn spielten wir ein Stand-up-Spiel, um die Gladenbacher Schüler besser kennen zu lernen und unsere Gemeinsamkeiten festzustellen.

Zusammen mit unseren neu gefundenen Freunden unternahmen wir eine kleine Wanderung mit Pascal Sabbas; er zeigte uns die Auswirkungen der Trockenheit auf Bananen und Kaffee. Die Gegend kannte ich gar nicht.

Nach dem Lunch konnte ich es kaum erwarten, bis die Gäste aus Gladenbach ihre Mittagspause beendet hatten. Wir forderten die deutschen Schüler zu einem Fußball-Match heraus und spielten in gemischten Teams gegeneinander.

Wie wir am nächsten Tag erfuhren, tappten die deutschen Schüler im Castle den Rest des Abends im Dunkeln---------------- Stromausfall.

Während die deutschen Schüler ihre Unterkunft, sie nennen sie „Castle“, bezogen, bereiteten wir uns auf die Begrüßung vor. Es dauerte eine Ewigkeit, bis sie in den Innenhof kamen. Wir mussten uns hintereinander in unseren forms aufstellen.

Sofort fingen wir an zu klatschen und sangen das Jambo-Begrüßungslied. Nach einigen Reden, vor allem der Beileidsbekundung für unseren Mr. Macha, den die Lehrer aus Gladenbach gut kannten, lernten wir die deutschen Schüler gut kennen, indem wir mit ihnen sangen und tanzten, alle 300, die schon da sind. Erst tanzen wir allein nach Bongo-Flavour-Musik, dann mischten wir uns. Das ging schnell und war lustig. Leider ging der Abend wie im Flug vorbei. Wir hatten schon zwei Tage auf die Gäste gewartet.

Am nächsten Morgen trafen wir sie wieder. Zum Glück wurde ich, Jane, ausgewählt, um bei dem Projekt „The 3 R`s- Reduce- reuse- recycle“ mitzuarbeiten.

Zu Beginn spielten wir ein Stand-up-Spiel, um die Gladenbacher Schüler besser kennen zu lernen und unsere Gemeinsamkeiten festzustellen.

Zusammen mit unseren neu gefundenen Freunden unternahmen wir eine kleine Wanderung mit Pascal Sabbas; er zeigte uns die Auswirkungen der Trockenheit auf Bananen und Kaffee. Die Gegend kannte ich gar nicht.

Nach dem Lunch konnte ich es kaum erwarten, bis die Gäste aus Gladenbach ihre Mittagspause beendet hatten. Wir forderten die deutschen Schüler zu einem Fußball-Match heraus und spielten in gemischten Teams gegeneinander.

Wie wir am nächsten Tag erfuhren, tappten die deutschen Schüler im Castle den Rest des Abends im Dunkeln---------------- Stromausfall.

Der Besuch bei KEDA (Kilimanjaro Environmental Development Association) brachte uns ziemlich zum Staunen, da eine so zunächst klein erscheinende Organisation so effektiv anderen Menschen hilft, sich selbst zu helfen.
KEDA erreicht dies durch einige Projekte, wie zum Beispiel durch eingerichtete Ziegenfarmen und die Übergabe einzelner Nutztiere an hilfsbedürftige Familien. Außerdem bildet KEDA kostenlos einige Jugendliche in der Nutzung von Computern am Arbeitsplatz aus, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
Nach dem interessanten Vortrag im „KEDA-Hauptquartier“ schauten wir uns zwei Projekte an. Stellas-Baumschule bot sehr viele exotische Pflanzenarten, z. B. eine Kokosnusspalme und einen Jackfruit. Außerdem warfen wir einen Blick in eine Art „Ziegenfarm“, welche den örtlichen Milchbedarf abdeckte.
Ein weiterer Programmpunkt des Tages war das Chagga Museum. Ein engagierter und ausgeflippter Museumsleiter führte uns mit sehr viel Spaß und Interaktion durch das Museum durch die Welt der Chagga: Die Chagga sind die Ethnie in der Kilimanjaro-Region.

Sehr geehrte Eltern,

Ihnen und Ihren Kindern wünsche ich alles Gute für das Jahr 2017.

In Bezug auf die Schule wünsche ich mir, dass Sie, liebe Eltern, mit unserer Arbeit möglichst oft zufrieden sind und Ihre Kinder sich an der Schule wohl fühlen.

Unserem Auftrag gut nachzukommen und verlässlich für Unterricht zu sorgen, war im Zeitraum November, Dezember sehr schwierig, weil wir eine sehr hohe Zahl an langzeiterkrankten Lehrkräften hatten und es sehr schwer war, rasch fachlichen Ersatz zu bekommen. Ich bitte Sie auf diesem Hintergrund um Verständnis und natürlich wünschen wir allen unseren erkrankten Kolleginnen und Kollegen von Herzen schnelle Genesung.

Für das nächste Halbjahr ergeben sich einige personelle Veränderungen:
Wir freuen uns, dass Frau F. Schneider und Frau Löber – aus der Elternzeit zurück- das Kollegium wieder verstärken. Andere werden ihre Berufstätigkeit u. a. wegen Elternzeit unterbrechen. Unterrichten werden auch neue Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV), nämlich Frau Braun, Frau Klefenz, Frau Rommel, Herr Klingelhöfer und Herr Will. Nach einer Unterbrechung (Elternzeit) wird Frau Januschkowec im Laufe des 2. Halbjahres ihr Referendariat beenden. Sie müssen also damit rechnen, dass Ihre Kinder in einigen Fächern von neuen Lehrkräften unterrichtet werden.

Falls Sie über einen Wechsel der Schulform oder eine freiwillige Wiederholung für Ihre Tochter/Ihren Sohn nachdenken, sprechen Sie unbedingt darüber mit den Lehrkräften, vor allem auch mit den Verantwortlichen der Schulzweige, Bitte beachten Sie auch die Fristen:

  • Wechsel der Schulform: Schriftlicher Antrag bis zum Halbjahreswechsel
  • Freiwillige Wiederholung: Schriftlicher Antrag bis spätestens acht Wochen vor Schuljahresende also 28.04.2017

Schule, Schnee und Bustransport
Grundsätzlich wird bei jedem Wetter Unterricht stattfinden. Wenn Busse nicht fahren können, wird Unterricht für die Schüler stattfinden, die nicht auf die Busse angewiesen sind. Es kann sein, dass dann Klassen zusammengelegt werden.
Falls der Bus zur ersten Stunde verspätet kommt, bitte mindestens 15 Minuten an der Haltestelle warten, falls der Bus nicht fährt (ausfällt), sind die Schüler verpflichtet, den Bus für die zweite Stunde zu nehmen. Sollte dies auch nicht klappen, ist auf den nächst möglichen Linienbus auszuweichen, soweit es einen solchen gibt.
Es werden also eher wenige Schüler sein, die an wenigen Ausnahmetagen gar nicht zur Schule kommen können.
Nur wenn die Gebäude z. B. aus Gründen einer zu hohen Schneelast auf den Dächern vom Kreis gesperrt würden, müssten wir die Schule schließen. Das dürfte aber die große Ausnahme sein. Dann informieren wir über die Homepage und evtl. über die Presse (Radio).

Termine:

  • Zeugniskonferenzen: 26.01., 27.01., 31.01.2017 kein Nachmittagsunterricht
  • Zeugnisausgabe: 03.02.2017
  • Beweglicher Ferientag: 06.02.2017
  • Schule stellt sich vor: 11.02.2017

Schulzeitung: nächste Ausgabe Ende Januar

Mit freundlichen Grüßen

M. Prötzel, Schulleiter

Rechtsanwältin Elisabeth Minde berichtet über die Organisation KWIECO (Kilimanjaro Womens`Information Exchange Community)

Am frühen Abend besuchte uns Elisabeth Minde im Brothers`Centre Moshi und erläuterte uns zunächst das Rechtssystem in Tansania. Hier unterscheidet man ein kulturelles vom offiziellen Recht.
Hauptsächlich berichtete die Rechtsanwältin über die Beziehung von Männern und Frauen, wobei sich KWIECO in erster Linie mit den verbrieften Rechten der Frau und ihrem Kampf für Gender- Gerechtigkeit beschäftigt.
Laut der kulturellen Tradition hat der Mann die Vormachtstellung in der Familie. Er trifft Entscheidungen über die gesamte Familie, z.B. über die Kinderzahl, den Besitz, den Wohnort und das Erbe. „He ist he boss“, stellte Frau Minde schlicht fest und macht damit auf die Diskriminierung der Frau aufmerksam, welche im Hintergrund steht, auf dem Lande früh verheiratet wird und oft Männergewalt ausgesetzt ist.
Später in der Fragerunde bemerkte die Rechtsanwältin, dass das Hauptproblem darin bestehe, dass Mädchen und Frauen auf den Kampf um ihre Rechte nicht vorbereitet werden.
KWIECO macht es sich deshalb zur Aufgabe, junge Frauen, zum Beispiel an Schulen, über ihre Rechte zu informieren und diese auch zu verteidigen, z.B. mit Hilfe der Rechtsanwältin.
Durch einen Vergleich mit ihrer eigenen Schulzeit wies sie auf die positiven Veränderungen hin, die bis heute, wenn auch langsam, zu erkennen sind. So besuchen heute etwa 33% Mädchen den O-level-Zweig der Secondary School, allerdings erst seit der neuen Präsidentschaft 2015.
Ganz allmählich beteiligen sich auch Männer an dem Kampf für Frauenrechte, vor allem in Familien mit hoher Schulbildung; sie sorgen für den Schulbesuch der Mädchen.
Die fast 70jährige Rechtsanwältin denkt nicht ans Aufhören.

 

Europaschule Gladenbach

Dr.-Berthold-Leinweber-Str. 1
35075 Gladenbach

Tel. +49 - (0)6462 9174-11
Fax +49 - (0)6462 9174-19
e-mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

© 2017 Europaschule Gladenbach, V3.5

Impressum
Datenschutzerklärung

Zum Seitenanfang