26./27. Januar 2019
(Letztes Wochenende)

Den 7. und damit vorletzten Tag des Austausch in Deutschland verbrachten die Austauschpaare zusammen mit ihren Familien oder mit Freunden. Manche schliefen lange und erholten sich von der anstrengenden Woche und gingen nachmittags noch bowlen. Andere machten sich schon morgens auf den Weg Richtung Köln und besichtigten die Stadt, mit dem wohl berühmtesten Dom Deutschlands. Auch den Abend verbrachten sie zusammen, einige gingen am letzten Abend gemeinsamen Schnitzelessen, andere machten sich noch einen schönen Filmabend. Am nächsten Morgen hieß es nun Abschied nehmen. Am Sonntag um 9:15 Uhr traf sich die Gruppe ein letztes Mal auf dem Parkplatz vor der Schule, bevor der Reisebus Richtung Frankfurt losfuhr. Der Abschied fiel nicht leicht, jedoch mit dem Gedanken an ein Wiedersehens konnten wir unsere englischen Freunde zurück in die Heimat kehren lassen. Es war eine tolle Zeit! Wir freuen uns schon darauf unsere Englischen Freunde in nicht einmal zwei Monaten im März 2019 in West Kirby wiederzusehen.

January, 26th/27th
(last Weekend)

We all spent the penultimate day with our families and friends. Some of us enjoyed to sleep in and recovered from an exhausting week – they only went bowling in the afternoon. Some went off to Cologne and visited the city with the most famous German cathedral. In the evening, some of us met to eat Schnitzel and some watched movies. The next day we had to say goodbye to our English partners. We met at 9:15 a.m. at school where the bus left for Frankfurt airport. It wasn`t easy to say goodbye, but we`ll see each other again soon! We had a great time together! In less than two months we`ll meet our partners in West Kirby.

20190126 124215 IMG 20190201 WA0001

25. Januar 2019 (Freitag)

Der Freitag stand wieder ganz im Zeichen der Teilnahme am Unterricht. Es war also eigentlich ein ganz normaler Unterrichtstag, bei dem die englischen Austauschschüler mit ihren Austauschpartnern gemeinsam in die Schule und am Regelunterricht teilnehmen. Auch hierbei wurden die bereits beschriebenen Unterschiede zwischen dem deutschen und englischen Unterricht beobachtet. Wir sind darauf gespannt, ob sich diese Beobachtungen in England bestätigen werden. Für die meisten war um 13:25 Uhr Unterrichtsschluss und die Austauschschüler gingen mit ihren Partnern nach Hause. Nachdem gegessen wurde, machten sich viele daran, Vorbereitungen für das Buffet am Abschlussabend in der Kunst- und Kulturhalle zu treffen. Es wurde gebacken, gespielt und sich mit Freunden getroffen. Ab 18:00 Uhr trafen sich dann alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Austauschs zur Abschlussfeier, die in der Kulturhalle stattfand. Dort gab es ein Buffet mit Kuchen, Brezeln und Spießen. Es wurden Spiele, wie Dodge-Ball, Völkerball und Zombieball, gespielt. Um 21:00 Uhr war die offizielle Abschlussfeier vorbei und die meisten englischen Austauschschüler gingen mit ihren Austauschpartnern zur ehemaligen Tennishalle, um bei einer internen, lehrerfreien Party noch ein wenige weiter zu feiern, zu tanzen und zu essen.

January, 25th (Friday)

This day was a regular day in school, the English girls and boys accompanied their partners during lessons. Again there were lots of differences between the German and English school system being observed and we`re curious to find out soon if these observations are true! School finished at 1:25 p.m. and we went home for lunch. We used the afternoon to prepare some food for the evening. We baked cakes, played games and met friends. At 6 p.m. we met at the school`s gym where we spent the evening together playing games like dodge-ball, “Völkerball” and “Zombieball”. We also had a nice buffet full of cakes, pretzels and other delicious food. At 9 p.m., we left the gym and most of the students went to the former indoor tennis court, where they had their own party without any teachers.

 

 

24. Januar 2019 (Donnerstag)

Der fünfte Tag des Austausches in Deutschland startete wie alle anderen um 8:10 Uhr, also zu ersten Stunde in der Schule. Zum Ausflug nach Frankfurt am Main kamen sowohl die englischen, als auch die deutschen Schüler mit. Der Bus fuhr um 8:15 Uhr an der Schule in Gladenbach los und kam gegen zehn in Frankfurt an. Wir starteten am Rheinufer und begaben uns auf den Weg Richtung Bankenviertel. Hierzu hatten drei Schülerinnen einen Vortrag vorbereitet. Sie informierten über die Wichtigkeit dieses Viertels und dessen Rolle in der Globalwirtschaft. Nachdem wir das Bankenviertel verließen, welches auch „Mainhattan“ genannt wird, besuchten wir das Goethe Haus. Auch zu dieser Touristenattraktion, wurde ein Vortrag vorbereitet und gehalten. Vom Haus des Goethe, welcher als einer der bedeutendsten Dichter der deutschen Geschichte angesehen wird, ging es zur zirka 300 Meter entfernten Hauptwache. Diese ist die älteste Polizeiwache in Frankfurt. Nun hieß es Freizeit. Zeit zum Bummeln, Shoppen und wieder Aufwärmen, nach dem fast einstündigen Spaziergang durch das verschneite, winterliche Frankfurt. Viele genossen die Aussicht auf die Skyline von Frankfurt, von der Dachterrasse der Galeria Kaufhof. Gegen 14 Uhr traf sich die Gruppe erneut, um zwei weitere Punkte auf der Liste abzuhaken. Erst ging es zur Paulskirche. Hier setzten wir uns in den Plenarsaal, während ein weiterer Vortrag über das Bauwerk gehalten wurde, das in der Geschichte der deutschen Demokratie eine Schlüsselrolle spielte. Auf dem Rückweg besuchten wir noch den „Römer“ und das Rathaus. Anschließend hörten wir uns noch den letzten Vortrag zum Römer und Rathaus an. Um 15:00 Uhr stiegen wir nun wieder in den Bus und fuhren zurück nach Gladenbach. Nach der Ankunft gegen viertel vor Fünf an der Schule, verbrachte jeder den restlichen Nachmittag und Abend gemeinsam mit seinem Partner oder seiner Partnerin in den Familien oder mit Freunden.

January, 24th (Thursday)

As on the previous days, we had to be in school at 8.10 a.m. The whole group, i.e. all English and German students, went to Frankfurt for the day. We arrived in Frankfurt at about 10 a.m. We set off from the Rhine and walked to the financial district, where three girls gave a talk about the importance of this borough and its role in global finance. After leaving the area, which in colloquial speech is called “Mainhattan”, we visited the “Goethehaus”. Here, we listened to a talk about Goethe, one of the most important German poets. After that, we walked to the “Hauptwache”, which is the oldest police station in Frankfurt. Here we had some free time, during which we went shopping and were trying to get warm again after walking around cold and snowy Frankfurt for about an hour. Some of us went to the roof terrace of “Galeria Kaufhof” to enjoy the view of Frankfurt`s skyline. At 2 p.m. we met again to visit two further spots. First we went to the “Paulskirche” where we listened to another student´s talk about the building in its assembly room. The “Paulskirche” plays a decisive role in German history. On our way back we visited the “Römer” and the town hall where we got some more information about these buildings. At 3 p.m. we took the bus back to Gladenbach where we arrived at about quarter to five. We spent the rest of the day with our families and friends.

 

Kugel smilie

Europa smilie PIC 20190124 103705172

zum Vergrößern klicken / click to enlarge

 

image2image1Die deutsche Schule St. Thomas Morus ist eine katholisch orientierte Schule mit ca. 950 Schülern mitten in der Weltmetropole Santiago de Chile. Sie wurde vor gut 70 Jahren gegründet.
Bei einem stolzen Alter von 70 Jahren fragt man sich gleich, wie es dazu kommt, dass eine deutsche Schule inmitten einer südamerikanischen Großstadt existiert. Um dies zu beantworten, muss man sich die Geschichte Chiles anschauen:

Chile besitzt, wie alle anderen Länder in Südamerika, eine lange Geschichte der Migration. Aus ganz Europa kamen damals Menschen nach Chile, d.h. auch eine Minderheit aus Deutschland. Heute haben ca. 500.000 Einwohner deutsche Wurzeln und rund 23 Schulen tragen den Namen „deutsche Schule“.
Um speziell mehr über die deutsche Schule St. Thomas Morus zu erfahren, haben wir die Deutschlehrerin und Oberstufenleiterin Carolina Perez zu diesem Thema befragt.

Aber zunächst zu dem allgemeinen Schulsystem in Chile: Anders als in Deutschland geht hier ein Kind in der Regel mit vier Jahren das erste Mal in die Schule. Diese Grundschule, genannt ,,enseñanza básica‘‘, von der die ersten zwei Jahre eine Art Kindergarten und Vorschule sind, besuchen chilenische Schüler insgesamt acht Jahre lang. Nach der ,,enseñanza básica‘‘ besuchen die Schülerinnen und Schüler die vierjährige Sekundarstufe, die ,,enseñanza media‘‘. Die Schüler werden nach den ersten vier Jahren in der Grundschule und in dem ersten Jahr der Sekundarstufe in zwei Gruppen aufgeteilt. Es ist dadurch möglich die Sekundarstufe auf normalem Weg zu absolvieren. Jedoch ist es auch möglich den „IB-Kurs“ zu wählen, der etwas anspruchsvoller ist und der nicht nur, wie der „normale Kurs“, auf das „PSU“, das chilenische Abitur, vorbereitet. Bei Abschluss der Sekundarstufe haben die Schülerinnen und Schüler zudem die Möglichkeit sich zu spezialisieren. So können sie einen Schwerpunkt auf Naturwissenschaften oder Geistes- und Gesellschaftswissenschaften legen.

Eine Besonderheit aus unserer Sicht ist, dass diese Schule keine öffentliche, sondern eine private, ist. Das ist jedoch im Vergleich zu Deutschland keine Besonderheit, im Gegenteil, Privatschulen sind sehr verbreitet. Die öffentlichen Schulen in Chile sind meist in einem nicht guten Zustand und wer es sich leisten kann, schickt seine Kinder auf eine Privatschule. Ein duales System, welches aus deutscher Sicht sicher Probleme mit sich bringt.

Aber genug davon, schauen wir uns mal den Namen der Schule genauer an.
„Deutsche Schule St. Thomas Morus“. Thomas Morus ist für viele Menschen ein Begriff: Ein katholischer Heiliger, der für seinen Glauben letztendlich seinen eigenen Tod in Kauf nahm. Die Bewahrung der katholischen Werte, die Morus anstrebte, ist heute immer noch eine Tugend der Schule. Doch Katholizismus bedeutet laut Carolina Perez nicht gleich Intoleranz. Vielmehr sei das katholische an der Schule „bezogen auf christliche Werte wie z.B. Nächstenliebe“ und jeder Mensch, egal von welcher Ethnie und Religion, sei willkommen an der Schule.
Doch was ist mit dem deutschen Einfluss an der Schule?
Dieser ist allgegenwärtig und fängt schon in der sogenannten Spielgruppe an. Dort kommen die Kinder in Form von z.B. deutschen Liedern in Berührung mit unserer Sprache. In den folgenden Schuljahren wird Deutsch dann als ernstes Schulfach behandelt. Die Schule ist sogar komplett deutsch ausgeschildert. Eine Besonderheit, die uns jedoch am meisten aufgefallen ist, sind die Steckbriefe deutscher Wissenschaftler und Philosophen, die an jedem Fachraum hängen.
Natürlich gehört auch ein Austausch nach Deutschland zu dem „Deutschen“ an der Schule. Die meisten Schüler nehmen an diesem Austausch Teil, bei dem die chilenischen Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland und Österreich verteilt werden. Viele Schulen aus dem deutschsprachigen Raum erklären sich bereit bei diesem Projekt mitzuwirken, die Vernetzung erfolgt über die Verbände DAS (Deutsche Auslandsschulen International) und WDA (Weltverband Deutscher Auslandsschulen). Mithilfe dieser Verbände kam es unter anderem zu dem ersten Austausch zwischen Deutschland und Chile, bei dem es diesmal auch einen Gegenbesuch aus Gladenbach stattfindet.
Die Erfahrungen, die in Deutschland gesammelt wurden, seien durchwegs positiv gewesen, Ausnahmen gebe es aber immer wieder. Als Beweis der positiven Erfahrungen führt sie die wachsende Zahl der Schüler an, die in Deutschland nach der Schule studieren wollen.
„Das ist wirklich sehr erfreulich. Ich bin auch froh, dass es diesmal mit Gladenbach funktioniert hat“.

Carolina Perez hat jedoch nicht nur Erfahrungen mit Schulen in Chile gemacht. Sie war mehrere Monate an unserer Schule in Gladenbach als Spanischlehrerin tätig, daher kann sie uns sagen, welche Unterschiede zwischen der ESG und der St. Thomas Morus Schule existieren.
„Den größten Unterschied, den es zwischen Gladenbach und Santiagio gibt, ist wohl das soziale Klima innerhalb der Schule. Wir sehen uns alle als eine Familie, Lehrer sowie Schüler. Es herrscht nicht dieser Zwang zur Schule zu gehen wie in Deutschland, man freut sich eher.“
Dieses Statement können wir definitiv bestätigen. Für uns war es schon fast ein Kultur„schock“ wie herzlich die Schüler miteinander umgingen. Innige Begrüßungen wie eine Umarmung oder ein Kuss auf die Wange zwischen Lehrer und Schüler gehören zum täglichen Schulleben. Es herrscht keine große Distanz zwischen Schüler und Lehrer wie in Deutschland, niemand wird ausgeschlossen, die Schule ist eine große Familie. Vollkommen undenkbar, so etwas in Deutschland zu erleben. Natürlich funktioniert unsere Schule soweit sehr gut, ein solch warmes Klima ist jedoch, wie gesagt, undenkbar. Dass die Schüler und Lehrer es als eine Selbstverständlichkeit ansehen so warm miteinander umzugehen, ist einerseits in der südamerikanischen Kultur verankert, die nach unseren Erfahrungen auch offen und warmherzig ist. Anderseits ist aber auch das chilenische Schulsystem ein Grund dafür, dass solch ein Schulklima überhaupt existieren kann. Die Schüler kennen sich meist von klein auf und werden nicht so früh und rabiat wie im deutschen Schulsystem getrennt.
Insgesamt ist dies aber ein großer Unterschied der Schulsysteme, den man nur schwer bewerten kann.
Abschließend lässt sich sagen, dass wir sehr dankbar dafür sind, dass es uns von unserer Schule ermöglicht wurde, solche Erfahrungen in Hinsicht auf Kultur und Schulsystem zu machen. Wir empfehlen jeder Schülerin und jedem Schüler, der die Möglichkeit hat an diesem Austausch teilzunehmen, diese Chance zu nutzen.
In diesem Sinne bedanken wir uns für ihr Interesse und hoffen, dass ihnen der Bericht gefallen hat.

image3

23. Januar 2019 (Mittwoch)

Der heutige Tag startete um 8:10 Uhr in der Schule. Die erste Stunde verbrachten wir mit unseren Partnern gemeinsam im Unterricht, da der Ausflug nach Marburg erst zur zweiten Stunde startete. Um 9 Uhr ging es dann los. Die englischen Schüler und Schülerinnen fuhren mit ihren Lehrerinnen, begleitet von Herrn Wege, mit einem Reisebus Richtung Marburg. Nach einer 20-minütigen Fahrt wurden sie zuerst an der neuen Universitätsbibliothek abgesetzt. Das Gebäude wurde ihnen von einem Studenten gezeigt. Selten war es so ruhig in der Gruppe, da in der Bibliothek aufgrund der anstehenden Examen absolute und konzentrierte Stille herrschte. Danach ging es zur Elisabeth Kirche. Herr Wege informierte über die Erbauung und Geschichte der Kirche sowie über das spannende Leben der heiligen Elisabeth. Anschließend ging es zu Fuß durch die Kälte in die Oberstadt auf den Marktplatz. Nun hatten die Engländer eine Stunde Mittagspause, zum Essen und Bummeln. Während die Einen sich in die Bäckerei setzten, gingen Andere am Erlenring eine Currywurst essen. Um 12 Uhr ging es weiter mit Programm. Ein weiterer Spaziergang führte die Gruppe zum Schloss. Hier machten sie einen Rundgang und genossen den Blick über die Dächer von Marburg. Auf dem Rückweg in die Stadt besichtigten sie noch der Pfarrkirche, wobei einige Unterschiede zwischen römisch-katholischen und evangelischen Kirchen festgestellt wurden. Herr Wege brachte den englischen Austauschschülern noch einige Informationen über die spannende Geschichte der Stadt und deren Rolle in der Reformation näher. Schlussendlich zeigte er ihnen noch die Häuser der Studentenverbindungen. Von ein Uhr bis halb drei bekamen die Schüler nun noch einmal die Chance, in der Innenstadt zu bummeln und shoppen zu gehen. Um 14:45 Uhr stiegen sie nun trotz der Verspätung durch drei Schüler, die sich nicht von den Massagestühlen trennen konnten, in den Bus zurück nach Gladenbach. Den Nachmittag verbrachten sie zusammen mit ihren Partnern in den Familien. Manche verbrachten den Rest des Tages nur noch mit rumhängen und sich zu erholen, andere nutzten die Chance und machten Sport im Sportverein oder gingen zum Laser Tagging.

January, 23th (Wednesday)

Today started again at 8:10 in the morning. The first period we were in class with our partners, because the trip started in the second period. At 9:00 they left for Marburg.  The English students and their teachers, accompanied by Mr. Wege, went by coach. After a 20-minute ride, they arrived at the university. The building was presented by a university student. Due to the coming exams the library was really quiet, so the group was too. Afterwards they went to the Elisabeth Church. Mr. Wege informed them about the building, the history behind it and the exciting story of Saint Elisabeth. Then they took a walk through freezing Marburg to the market place, in the Oberstadt. Now they had an hour break, to get something to eat and drink. Some sat in a bakery shop, others went to the Erlenring Centre, to get a Currywurst. At 12:00 they met again and went together to the Marburg Castle. Here they took a little walk around and enjoyed the view over Marburg. On their way back to the city, they visited the "Pfarrkirche" (a church). They noticed some of the main differences between a roman catholic and a protestant church. Mr. Wege informed also about the history of the city and it’s part in the Reformation of the church. The last stop on the touristic trip through Marburg were the student fraternity houses. Then, from 1:00 to 2:30 the English students had the chance, to go shopping or just stroll a bit in the city centre. At 14:45 the students got back on the coach with a little delay, due to three students who couldn’t get away from some massage chairs. Finally, they arrived at Gladenbach at 15:15. The rest of the day, they spent together with their partners. Some just relaxed a bit, others used the free time to do some sports at a club or go laser tagging.

PIC 20190123 120027613

20190123 193742 20190123 100247

zum Vergrößern klicken / click to enlarge

 

22. Januar 2019 (Dienstag)

Heute startete der Tag um 8:10 zur ersten Stunde. In den ersten beiden Stunden besuchten wir den normalen Unterricht mit den Engländern. Dabei stellten einige fest, dass es durchaus Unterschiede zwischen den deutschen und den englischen Schulen gibt. Nicht nur die Stundenanzahl und Verteilung, sondern auch die Art des Unterrichts ist verschieden. So sind in England die Stunden beispielsweise nicht 45 Minuten lang wie in Deutschland, sondern 50 Minuten und es gibt so gut wie keine Doppelstunden. Außerdem werden die englischen Schüler in den naturwissenschaftlichen Fächern und in Mathematik in vier verschiedene Niveaus eingeteilt. Danach spielten wir in der 3. und 4. Stunde einige Kennlernspiele in der Kultursporthalle. 43 der 44 Teilnehmer des Austauschs mussten sich auf verschiedensten Weisen vorstellen und ordnen. Sowohl in alphabetischer Reihenfolge als auch nach dem Geburtsdatum, wodurch bekannt wurde, dass es ein Geburtstagskind gab. Nach einem kleinen Ständchen für Aoife ging es weiter. Ziel der Veranstaltung war es, dass wir die Namen von allen anwesenden Schülern lernen. Nach ein und einer halben Stunde intensiven Namenlernens stellten einige ihr Wissen auf die Probe. Das Ergebnis war erstaunlich gut. In der 5.und 6. Stunde hatten wir wieder zusammen mit unseren Austauschpartnern Unterricht. Den Nachmittag verbrachten die Partner gemeinsam. Von einem Schneespaziergang über Eislaufen oder sich einfach beim Jugendtreff zu treffen, war alles dabei.

January, 22th (Tuesday)

Our day started at 8:10 in the morning. In the first two periods, we attended normal classes, together with the English exchange partners. We noticed that there were some differences between German and English classes. Not only the number of lessons and the structure of the day is different, also the duration of a single lesson and the way they are taught are different. Instead of 45 minutes as it is the case in Germany, the classes in England take 50 minutes and there are close to no double lessons. The students are also taught in four different levels of ability in science and maths. After visiting classes, we played getting to know games, in the gym in the 3rd and 4th lesson. 43 of the 44 students had to introduce themselves in different ways. They had to order themselves, into alphabetic order, but also into date of birth. That was the reason we knew, that it was Aoife’s birthday and the whole group sang for her. The purpose of this meeting was, to learn the names of the people. After an hour and a half, our knowledge was tested. The result was good. In 5th and 6th period, we had classes again. The afternoon was spent together with their partners. Some took a walk in the snow, some did ice-skating and others just met at the youth center.

Vor vierzehn Jahren betrat ich zum ersten Mal das Schulgebäude in Gladenbach. Mein erster Blick fiel auf die riesige Landkarte an der Wand zur Schülerbücherei – überall dort hat meine zukünftige Schule Partnerschaften! Doch was macht eine Europaschule in Afrika, in Kisomachi?
Während meiner Arbeit an der Schule habe ich dann selbst am Sponsorlauf teilgenommen, mit Klassen das Tanzania –Cafe unterstützt und dabei gemerkt, wie wichtig die gelebte Solidarität für die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler sein kann – gegen eine zunehmende Individualisierung, gegen Egoismus und wachsenden Nationalismus.
Und nun, am Ende meiner Berufstätigkeit, konnte ich in Tanzania selbst erleben, was diese Partnerschaft für die Menschen dort bedeutet.

Eigentlich wollte ich ja nur auf den Kilimanjaro.
Zufällig stieß ich auf einen Artikel in der „OP“: Dort wurden Probanden gesucht, die mit einem Ärzteteam des Universitätsklinikums Marburg den Kilimanjaro besteigen sollten, um die Vorgänge der Höhenanpassung zu untersuchen, um die Entwicklung der Höhenkrankheit besser zu verstehen und ihre Diagnostik zu verbessern – und ich hatte Zeit dafür, war frisch pensioniert!
image1Im Nordosten Tanzanias, an der Grenze zu Kenia gelegen, ragt das Massiv des Kilimanjaro hoch über die umgebende Ebene, gekrönt von zwei Gipfeln, dem Kibo und dem etwas niedrigeren Mawenzi. Die Spitze des schneebedeckten Kibo bildet der Uhuru-Peak mit 5895m Höhe. Das ist unser Ziel!
Klettern muss man dafür nicht können, es ist eher eine anstrengende mehrtägige Bergwanderung. Das macht die Besteigung des höchsten Berges in Afrika für Reisende aus aller Welt so attraktiv.
Allerdings sind in dieser Höhe die Folgen abnehmenden Luftdrucks schon deutlich spürbar: Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Übelkeit und Erbrechen sind erste Symptome der Höhenkrankheit, unter denen viele Touristen beim Aufstieg leiden. Nur ca. 65% der Wanderer erreichen tatsächlich den Gipfel; und wer als Höhenkranker nicht rechtzeitig umkehrt, riskiert sein Leben: jährlich gibt es 35 bis 50 Todesopfer am Berg zu beklagen.
Sie werden Opfer der Höhenkrankheit, der Folgen mangelhafter Anpassung des Körpers an den mit der Höhe abnehmenden Luftdruck. Je höher man steigt, desto weniger lebensnotwendiger Sauerstoff gelangt mit jedem Atemzug über die Lunge ins Blut. Schon bei einem längeren Aufenthalt in 2000 m Höhe können die ersten Symptome auftreten. image2Extreme Formen der Höhenkrankheit betreffen die Lunge (Husten, Atemnot bis hin zum Ersticken) und das Gehirn, dessen Anschwellen zu Bewegungsstörungen, zunehmender Verwirrtheit bis zur Bewusstlosigkeit führen kann. Medikamente helfen dann nicht mehr – ein sofortiger Abtransport aus der Höhe ist überlebensnotwendig.
Weder Jugend noch körperliche Fitness oder Klettererfahrung schützen vor der Erkrankung – wichtig ist vor allem eine gute Anpassung an die atmosphärischen Verhältnisse in der Höhe. Die dabei auftretenden Effekte sind ein Schwerpunkt der medizinischen Untersuchungen während der geplanten Expedition.
Deshalb ist für den Aufstieg viel mehr Zeit eingeplant als sonst üblich und wir werden vorher noch zwei Extratage in einem Hotel an den Hängen des Berges verbringen.
Von dort ist es nicht weit bis zu unserer Partnerschule in Kisomachi. Nun habe ich endlich auch die Chance, die Schule zu besuchen!
image3Doris Häring und Sarah Schiebel stellen den Kontakt her – ich werde im Februar erwartet! Neugierig bin ich und ganz gespannt, ob wirklich alles klappen wird, wo ich doch so viele Geschenke und Briefe mitnehmen werde.
Und dann ist es soweit. Aus dem kühlen, nassen Deutschland fliegen 25 Expeditionsteilnehmer, Ärzte und medizinisches Gerät ins sonnige Afrika, beziehen das erste Quartier in der Nähe des Marangu-Gate inmitten der Waldhänge des Kilimanjaro. Der Gipfel des Berges hat sich, wie meist im Laufe des Vormittages, unter Wolken versteckt. Hier in 1800m Höhe scheint die Sonne und es ist angenehm warm, aber nicht schwül. Hoch aufsteigen, tief schlafen – das ist für die nächsten Tage die Devise. Deshalb wandern wir jetzt jeden Tag – zu Beginn noch in kurzen Hosen und Hemden - einige zusätzliche hundert Höhenmeter aufwärts, um dann wieder in unsere Unterkunft zurückzukehren. Die Berghänge sind sehr fruchtbar, wasserreich (auch noch kurz vor Beginn der Regenzeit im März) und dicht besiedelt. Nachts blinken überall im Wald die Lichter aus den verstreut liegenden Häusern und Hütten der Kleinbauern.

image5Am nächsten Tag sind meine Mitreisenden irritiert, als ich zum Frühstück im Business-Outfit mit schwarzen Schuhen, schwarzer Hose und weißem Hemd erscheine: Heute werde ich Gast an unserer Partnerschule sein! Mit dem Auto werde ich abgeholt, auf dem Gelände der Kisomachi Secondary School bin ich überwältigt vom herzlichen Empfang – ein ganzes Empfangskomitee, angeführt vom Schulleiter, Mr. Massawe, nimmt sich viel Zeit für mich. Sie freuen sich über die Grüße und Geschenke aus Gladenbach, zeigen mir die Schule und die Projekte, die mit Gladenbacher Hilfe entstanden sind. Was ich bisher nur aus den Berichten unserer Afrikafahrer kannte, wird jetzt lebendig: die Bäckerei und der Speisesaal mit den bemalten Wänden, die Wasserversorgung, die Bananenpflanzungen, die Maismühle. image4
Nach der Renovierung des Sanitärgebäudes für die Mädchen und der Errichtung der Solaranlage ist die Unterstützung aus Gladenbach bei der Erweiterung des Speisesaales gefragt – er ist inzwischen längst zu klein für die gewachsene Schülerzahl. Besonders beeindruckt mich die Freundlichkeit, die Aufgeschlossenheit der Schülerinnen und Schüler, der Lehrerinnen und Lehrer. In den Jahren der Partnerschaft sind auch persönlichen Beziehungen gewachsen, die mitgebrachten Briefe werden mit Freudentränen in den Augen gelesen.
image6Beim Besuch in einzelnen Klassen, beim Gespräch im Lehrerzimmer wird mir deutlich, wie wichtig hier für alle eine gute Bildung der jungen Menschen ist, wie schwierig aber auch die Bedingungen des Lernens, des gesamten Lebens in einem der ärmsten Länder der Erde sind. Der Besuch der weiterführenden Schule, die Unterbringung im Internat kosten für hiesige Verhältnisse viel Geld. Umso nötiger ist unsere Hilfe aus dem reichen Deutschland!
Nach einem gemeinsamen Mittagessen erfahre ich während einer Tour durch das Umland noch viel über das Leben der Menschen am Kilimanjaro, ihre Geschichte und ihre Hoffnungen für die Zukunft. Der junge Mann, der eben noch das Auto über abenteuerliche Pisten steuerte, erfreut uns zum Abschluss in der Kirche mit seinem Orgelspiel – auch das hat er hier gelernt. Sie lassen mich nicht gehen ohne das Versprechen, uns in 10 Tagen wiederzutreffen, wenn die Antwortbriefe geschrieben sind und ich hoffentlich wohlbehalten wieder herunter bin vom Berg.

Der Kilimanjaro darf nur auf geführten Routen bestiegen werden. 40 Träger, eine ganze Expedition setzt sich in Bewegung, als die Marburger Gruppe 2 Tage später mit dem Aufstieg beginnt. Noch sind wir leicht bekleidet, im Tagesrucksack viel Wasser und Tee – und wir sind froh, dass wir die riesigen Säcke, gefüllt mit unserer persönlichen Ausrüstung, aber auch den Essensvorräten für die bevorstehenden Tage nicht selbst tragen müssen.
Auf dem Trampelpfad durch den tropischen Wald begegnen uns immer wieder Wanderer auf dem Abstieg – verstohlen mustern wir sie – haben sie erfolgreich den Gipfel erreicht oder sind es nur muntere Tagesausflügler, oder mussten sie entkräftet, höhenkrank umkehren?
image7Von unseren Trägern ist längst nichts mehr zu sehen – sie sind am Berg trotz aller Lasten so viel schneller als wir. Für uns heißt es: „pole-pole“ – „langsam, langsam“: mit zunehmender Höhe folgen auch die Übermütigsten bald dieser Parole unserer Guides.
Übernachtet wird in kleinen Hütten, verpflegt werden wir in großen Essensräumen, wo auch die täglichen Besprechungen und Medizinchecks stattfinden. Die sanitären Verhältnisse sind ordentlich, werden aber mit zunehmender Höhe immer einfacher. image8Auf der letzten Hütte gibt es dann ein Massenlager und kein fließendes Wasser mehr, der „Last Water Point“ liegt weit unter uns.
9 bis 12 km und jeweils ungefähr 1000 Höhenmeter trennen die drei Übernachtungsplätze auf dem Weg zum Gipfel – wir nehmen uns dafür aber 5 Tage Zeit, steigen immer noch weiter auf und wieder ab und haben letzten Endes den Berg eineinhalb Mal bestiegen.
Die Landschaft verändert rasch ihren Charakter: auf den Regenwald folgt eine offene Moor- und Heidelandschaft mit auffälligen Pflanzen wie z.B. den eindrucksvollen Riesensenecien; ab 4000m laufen wir durch eine vegetationsarme alpine Wüstenlandschaft, bedeckt mit Kies und Steinen.
Mit zunehmender Höhe wird es immer kälter, noch kälter im manchmal auflebenden Wind, die Sonne wärmt nur noch im Windschatten. Morgens ist es klar mit herrlichem Blick über die Massai-Steppe der umgebenden Lowlands, tagsüber ziehen oft Wolken von den Hängen herauf, einmal beginnt es sogar leicht zu regnen. Eines Nachts verschlafe ich ein Gewitter, am nächsten Morgen sind Kibo und Mawenzi mit frischem Schnee bedeckt.
Nicht alle werden den Gipfel erreichen – trotz aller Anpassungsversuche fordert die Höhe ihren Tribut – eine Teilnehmerin muss schon auf 3700m Höhe umkehren, einer muss den Gipfelversuch abbrechen, kann aber nach kurzer Behandlung den Abstieg mit uns beenden. Keinem aber ergeht es so wie Bergwanderern aus anderen Gruppen, die nur noch taumeln, sich kaum noch auf den Beinen halten können. Täglich können wir beobachten, wie sie im Schlafsack liegend, auf einem einrädrigen Karren festgebunden, im Laufschritt zu Tal gebracht werden.
image9Nach 7 Tagen am Berg ist es soweit. Die Ärzte geben ihr OK für den letzten Aufstieg. Am Nachmittag hat es noch einmal geschneit, wir haben uns warm angezogen, als es um 23 Uhr losgeht. Ein langer Zug von Glühwürmchen schlängelt sich den Berg Schritt um Schritt aufwärts, jede Stunde eine Pause. Die Trinkblase friert ein, ich teile den Tee mit meinem Guide. Die Stirnlampen beleuchten spärlich den steilen Anstieg über lockeren Kies, später größere Steine. An Gilman‘s Point erster Jubel – hier gilt der Berg schon als bezwungen, aber wir wollen noch nach ganz oben. Wir passieren erste Schneefelder. Endlich, nach 6 Stunden erreichen wir den höchsten Punkt: Freudensprünge in der Dunkelheit, auf dem Rückweg kriecht die Sonne über den Horizont, die grandiose Gipfellandschaft mit ihren Gletschern, Schneefeldern und Lavawüsten wird langsam sichtbar.
Wir beglückwünschen uns, wir danken den Führern, den Trägern, dem Ärzteteam: wir haben es geschafft, wir behalten Eindrücke, die wir nicht mehr vergessen werden!
image10Das gilt ganz besonders für mich: Wie verabredet treffe ich noch einmal meine Gastgeber von der Kisomachi Secondary School, berichte ihnen stolz von meinem Gipfelerfolg. Ihre vielen Grüße und Briefe nehme ich nun mit nach Deutschland zusammen mit der Erkenntnis, wie wichtig und wirksam unsere tätige Solidarität mit den Menschen hier in Afrika ist!

21. Januar 2019 (Montag)

Um 8:10 Uhr treffen sich die englischen Austauschschüler mit ihren Partnern im Glaskasten, der Europaschule Gladenbach. Der Schulleiter Herr Prötzel und der Oberstufenleiter Herr Wege halten eine kurze Begrüßungsrede und erste Kennenlernspiele werden durchgeführt. Um 8:30 Uhr zeigen die deutschen Schüler ihren englischen Austauschschülern die Schule, bevor sie um 9:00 Uhr gemeinsam eine Stadtrallye machen. Dabei lernen die Engländer und Engländerinnen viel über den Ort Gladenbach, die Geschäfte und die Einwohner. Auch wenn es sehr kalt ist, haben alle Spaß. Ab 10:45 Uhr besuchen die englischen Austauschschüler und ihre Partner zusammen den Unterricht. Dabei stellen viele fest, dass der Unterrichtsstoff kaum Unterschiede aufweist. Um 13:25 Uhr ist Schulschluss und die englischen Austauschschüler und ihre Partner gehen nach Hause. Am Nachmittag stehen verschiedene Aktivitäten an. Manche gehen Eislaufen, reiten oder machen einen Spielenachmittag.

Nele und Freya im Eispalast

January, 21th (Monday)

At 8:10 am the English exchange students meet with their German partners in the assembly hall („The Glaskasten“) of the “Europaschule Gladenbach”. Mr. Prötzel, the head of school, and Mr.Wege, the “Oberstufenleiter” greet them and some getting to know games are played. At 08:30 the German students show their partners around the school, before they start a treasure hunt to find out some information about the town Gladenbach, its shops and people. Although it is freezing cold everybody enjoys the tour. At 10:45 German and English students attend regular classes, where some of them find out, that there is not much difference in teaching topics. At 01:25 school is over and everybody goes home. In the afternoon there are different activities. Some students go ice skating, some do horse riding and some meet in other places to play board games or hang out.

Domenic im Eispalast

zum Vergrößern klicken / click to enlarge

Europaschule Gladenbach

Dr.-Berthold-Leinweber-Str. 1
35075 Gladenbach

Tel. +49 - (0)6462 9174-0
Fax +49 - (0)6462 9174-19
e-mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

© 2018 Europaschule Gladenbach, V3.5

Impressum
Datenschutzerklärung

Zum Seitenanfang