Die Klasse 8G4 besucht das Projekt „Kunst im Park“ in der Wohn-Anlage des AWO-Pflegeheims in Gladenbach

„Warum sind die Steine aufgespießt“? „Sieht aus wie` n Ork oder `n Wal“, „Wo sind die Bewohner?“ Diese und ähnliche Kommentare sind auf dem Skulpturenweg im Park des AWO-Pflegeheims zu vernehmen. Die Klasse 8G4 besucht in ihrer letzten Religionsstunde das Projekt „Kunst im Park“. Zuvor sind im Unterricht diakonische und soziale Initiativen und Projekte vorgestellt worden, unter anderem die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Hilda, Schulleiterin einer Sec. School for Girls in Nordtansania, begleitet uns. Es ist früh am Morgen, noch kühl.

P1040656Hinter den großen Fenstern des Speisesaals sieht man die Heimbewohner beim Frühstück. Schon von weitem sind Hammer- und Knüpfelschläge zu hören; die Künstlergruppe hat ihre Arbeit unter einer großen Zeltplane am Ende des Parks aufgenommen. Diesmal wird das einwöchige Projekt „Kunst im Park“, das bereits ins achte Jahr geht, von den KunstlehrerInnen B. Schneider und M. Bartsch angeleitet, zudem wiederum vom heimischen Steinbildhauer H.H. Thielemann begleitet, der als einer der Vorsitzenden im AWO-Verband das Projekt ins Leben gerufen hat.

Die junge Künstlergruppe besteht aus SchülerInnen der 5.,6. 7. und 9. Klassen. Zwei Schülerinnen aus der 9G4 , Ehemalige im Projekt, beraten die jüngeren KünstlerInnen , helfen beim Finden von Ideen und Anfertigen von Skizzen. Es entstehen weitere kleine Kunstinseln mit Objekten, die gefertigt werden. Die 6. KlässlerInnen gestalten gern konkrete, fast naturalistische Figuren, z.B. Lieblingstiere und Stein-Gesichter. Besonderen Spaß bereitet das Zerklopfen von Steinen und Fliesen, um Mosaikteilchen zu gewinnen. Der Arbeitseifer hält auch an, als die BesucherInnen ihnen über die Schulter schauen, diesen und jenen Kommentar abgeben und Fragen, vor allem zu den Ideen und ihrer Umsetzung, stellen. Bildbände über Formen und Skulpturen, über Perspektiven und Maßstäbe regen zu sorgfältiger Vorarbeit an. Man spürt die Ernsthaftigkeit und das Wissen, dass etwas „für lange“ geschaffen werden soll.

Eine Frau aus dem Wohnheim macht sich mithilfe ihres Rollators auf den Weg zum Künstlerzelt. Sie erzählt, dass sie am Tag zuvor gesehen habe, dass die Arbeit im Gange sei. Man habe schon darauf gewartet. Herr Sachs, Mitarbeiter in der AWO und Koordinator der Projekte mit der Europaschule (u.a. „Jung trifft Alt“), berichtet, dass ein Bewohner Interesse an der Mitarbeit im Kunstprojekt habe. Zudem „besetze“ eine sehr alte, an Demenz erkrankte, Heimbewohnerin, im Sommer jeden Nachmittag ihren Lieblingsplatz in der Nähe des Steinbaums, einer Baumskulptur, deren Äste apfelgleiche Steine zieren. Für „alle“ organisiert das AWO-Team nach Ende der Projektwoche einen „Ausflug“ durch den Park.

Das Feedback der 8G4 ist überaus positiv. Die Besucherin Hilda äußert ein begeistertes „Great“. Etliche haben spontan Lust mitzutun, äußern Ideen, hätten manche alten Skulpturen im Park gern „restauriert“. Sie mögen den Ort sehr, haben natürlich gehofft, draußen viel mehr HeimbewohnerInnen anzutreffen, was allein wegen der frühen Stunde und des etwas unwirtlichen Wetters nicht möglich gewesen ist. Vielleicht nächstes Jahr…….

P1040647 P1040652

 

Europaschule Gladenbach

Dr.-Berthold-Leinweber-Str. 1
35075 Gladenbach

Tel. +49 - (0)6462 9174-11
Fax +49 - (0)6462 9174-19
e-mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

© 2017 Europaschule Gladenbach, V3.5

Impressum
Datenschutzerklärung

Zum Seitenanfang