Die Biologiekurse der Klassenstufe 13 haben Ende August eine zweitägige Exkursion an die Lahn unternommen. Ziel war es, die Gewässergüte der Lahn zu untersuchen und zu bestimmen. Am ersten Tag erfolgte die gewässerökologische Untersuchung vor Ort. Die chemische Gewässeruntersuchung ergab eine recht gute Wasserqualität. Das Fangen und Bestimmen einer Vielzahl von Lebewesen wie Steinfliegen- und Eintagsfliegenlarven, Muscheln, Schnecken und auch kleineren Fischen zeigte den Schülern eine ebenfalls gute Wasserqualität an. Nach dem gemeinsamen Grillen am Abend und der Übernachtung auf dem Campingplatz stand am zweiten Tag die Begutachtung der Gewässerstrukturgüte auf dem Plan. Die Schülerinnen und Schüler begaben sich mit den Kanus der Schule aufs Wasser und befuhren ein etwa 15 Kilometer langes Teilstück der Lahn. Die Bewertung der einzelnen Parameter im Rahmen der Gewässerstrukturgüte ergab hier ein deutlich schlechteres Bild: Große Teile der Lahn befinden sich in diesem Bereich in einem eher naturfernen Zustand.

Insgesamt ist der ökologische Zustand der Lahn im untersuchten Gebiet gerade noch als gut zu bezeichnen. Einer guten chemischen und biologischen Wasserqualität steht die eher naturferne Gewässerstrukturgüte gegenüber. Somit erfüllt die Lahn an diesem Standort die Ziele der Wasserrahmenrichtlinien, die einen guten ökologischen Zustand der Gewässer in Deutschland als Ziel veranschlagen.

Insgesamt war es eine sehr gelungene Exkursion und praktische Vertiefung des im Unterricht in der Theorie behandelten Themas der Fließgewässerökologie.